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1 (1825)
Entstehung
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252
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262 EMpsindlMK'

Z. 22. Mein Vorschlag zum Unterrichte einesKnaben/ an welchem sich die Spuren der gewnnsche-ten Fähigkeit zeigen/ ist folgender: Zuerst solltedessen Herz und Empfindung/ durch Erklärung derschönsten Stellen alter und neuer Scribenten/ son-derlich der Dichter/ rührend erweket/ und zu eige-ner Betrachtung des Schönen in aller Art zuberei-tet werde»/ weil dieser Weg zur Vollkommenheitführet. Zu gleicher Zeit sollte dessen Auge an Be-obachtung des Schönen in der Kunst gewöhnet wer-de«/ welches nothdürftig in allen Ländern gesche-hen kan.

§. 23. Man lege demselben anfänglich die altenWerke in erhobener Arbeit/ nebst den alten Gemäl-de»/ vor/ welche SanteS Barcoli gestochen/und die Schönheit dieser Werke mit Wahrheit undmit gute», Gefchmake angedeutet hat. Ferner kandie sogenaiite Bibel des Raphaels gesnchet wer-den/ das ist/ die Geschichte des alten Testa-ments/ welche dieser große Künstler an dem Gewölbeeines offenen Ganges im vatikanischen Palaste/ theilsselbst gemalet/ theils nach seinen Zeichnungen aus-führen lassen. Dieses Werk ist auch von vorgedach-tem Vartoli gestochen. Diese zwei Werke werdeneinem unverwöhnten Auge sei»/ was eine richtigeVorschrift der Hand ist; und da die ungeübte Em-pfindung dem Epheu gleichet/ welcher sich eben soleicht an einen Baun, / als an eine alte Mauer/ an-hänget/ ich will sagen/ das Schlechte und das Gutemit gleichem Vergnügen siehet: so soll man dieselbemit schönen Bildern beschäftigen. Hier gilt / wasDiogenes sagte/ daß wir die Götter bitten sol-len / uns angenehme Erscheinungen zu geben.An einem mit ra phaelische n Bildern eingenomme-nenKnaben wird man mit der Zeit bemerken/ was je-mand empfindet/ welcher/ nachdem er den vatica-