«4 Sendschreiben über
einem verjüngten Maßstabe zu den Figuren der er-hobencn Arbeit selbst genommen werde/ also/ daßwen z. E. der Durchmesser einer Figur einen Fußgehalten/ die Maß des Profils eben derselben Figur/nachdem sie halb oder weniger erhoben gearbeitetwerden soll/ in drei Zoll oder weniger gebracht werde;mit dieser nothwendigen Beobachtung/ daß die Pro-file perspektivisch nicht allein gestellet/ sondern inihrer gehörigen Degradation verjünget werden müßen.Je mehr Rundung der flach gehaltene Durchmessereiner Figur gibt/ desto größer ist die Kunst. Ins-gemein fehlet es der erhobenen Arbeit an der Per»spectiv ; und wo Werke von dieser Art keinen Beifallgefunden/ ist es meistentheils aus diesem Grundegeschehen^
§. 61. Da ich nur eine kleine Anmerkung über.'die erhobenen Arbeiten der Alten zu machen gedachte/-merke ich/ daß ich/ wie jener alte Redner/ beinaherjemand nöthig hätte/ der mich wiederum in den Tonbrächte. Ich bin über meine Gränzen gegangen;und mich däuchet/ es sei eine gewisse Beobachtungunter Scribenten/ in Absicht- der Erinnerungen übereine Schrift/ keine zu machen/ als über ausdrüklichin der Schrift befindliche bedenkliche Punkte. Zu-gleich erinnere ich mich/ daß ich einen Brief undkein Buch schreiben will. Es fällt mir auch zu-weilen ein/ daß ich für mich selbst einen Unterrichtziehen könte/
j) ^Dieser alte Redner ist C. Gracchus, welchen seii^hinter ihm stehender Knecht Licinins durch den Toneiner Flöte beim Vortrag entweder hinauf oder herabstimmen mußte , je nachdem es erfoderlich war.
Or. I. Z. c. Ho. I. i. c. 10. H. 27. Oell.
I. i i. Valei'. iVlux. VII!. 10. Oio Oass. 5'raAiu. c. 90.in 1'ik. (^race^o, c. 2. ^