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1 (1825)
Entstehung
Seite
75
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die Gedanken tt.

7-5

Diomedes nehme»/ und ihm dasselbe hinterlistigerWeise entreissen wollen. Diomedes' sezet sich alsozur Gegenwehr und durch die Heftigkeit/ welche derHeld äussert/ bekoiiit dessen Stellung einige mehrereWahrscheinlichkeit.

Z.Z8. Eine sizende Figur kan Diomedes ebenso wenig sein/ welches der freie und ungedrnkte Con-tur der Theile des Gesäßes und des Schenkels zeiget:eS könte auch der Fuß des untergeschlagenen entfern-teren Beines nicht sichtbar sein/ zu geschweige»/ daßeben dieses Bein mehr aufwärtsgebogen stehen müßte.

K. 39. Der Diomedes beim Mariette^) istvollends wider alle Möglichkeit: den das linke-Beinist wie ein zugelegtes Taschenmesser untergeschlagen/und der Fuß/ welcher nicht sichtbar ist/ hebet sichso hoch/ daß er nirgends auf etwas ruhen kaii.

§. 40. Kan man dergleichen Fehler mit dem Titelder Nachläßigke i ten entschuldigen? und würdeman sie in den Werken neuerer Meister mit solchemGlimpfe übergehen?

§' DioSkorideS hat sich in der That indieser seiner berühmten Arbeit nur als einen Copi-sten desPolykletS gezeiget. Man glaubet/ die-ser sei eben der Polyklet/ dessen Doryp hornSden griechischen Künstlern die höchste Regel in mensch-lichen Verhältnissen gewesen.^) Sein Diomedes'war also vermuthlich das Urbild des DioSkorideS;und dieser hat einen Fehler vermieden/ den jenerbegangen hatte. Das Postament/ über welches derDiomedes des PolykletS schwebet/ ist wider diebekantesten Regeln der Perspectiv gearbeitet. Das un-tere und das obere Gesims desselben machen zwo ganz

1) M.'U'ioNe, liiere. Ai'.iv. t. 2. u. 9/,.

2) 8l,05Lli) pieir. Ai'nv. pl. 64.

Z) l G. d. K. 9 V. 2 K. 22 H. 1