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1 (1825)
Entstehung
Seite
39
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der griech. Werke 39

ken lind gebraut wird/ so werden folglich diefesteren Theile desselben näher zusammentreten/und die Figur wird an ihrer Maße verlieren/ undeinen engeren Raum einnehme». Litte die Figurdiese Verminderung in gleichem Grade in allen ih-ren Punkten und Theilen/ so bliebe eben dasselbe/obgleich verminderte Verhältniß. Die kleinen Theilederselben aber werden geschwinder troke»/ als diegrößeren/ und der Leib der Figur/ als der stärksteTheil/ am spätesten; nnd jenen wird also in glei-cher Zeit mehr an ihrer Maße fehlen als diesem.

K. 108« Da6 Wachs hat diese Unbequemlichkeitnicht: es verschwindet nichts davon/ nnd es kandemselben die Glätte des FleischeS/ die es im Pus-siren nicht ohne große Mühe annehmen will/durch einen andern Weg gegeben werden.

ß. 109. Man machet sein Modell von Thon:man formet es in GypS/ und gießet eS alsden inWachs.

Die eigentliche Art der Griechen aber nachihren Modellen in Marmor zu arbeiten/ scheinet nichtdiejenige gewesen zu sein/ welche unter den meistenheutigen Künstlern üblich ist. In dem Marmor derAlten entdeket sich allenthalben die Gewißheit undZuversicht des Meisters'/ und man wird auch in ih-ren Werken von niedrigem Range nicht leicht dar-thun können/ daß irgendwo etwas zu viel wegge-hauen worden. Diese sichere und richtige Hand derGriechen muß dnrch bestimtere und zuverläßigereRegeln/ als die bei uns gebräuchlich sind/ noth-wendig sein geführet worden.

8.111. Der gewöhnliche Weg unserer Bild-hauer ist/ über ihre Modelle/ nachdem sie dieselbenwohl ausstndiret/ und auf'S beste geformet haben/Horizontal- und Perpendicularlinien zu ziehe»/ diefolglich einander durchschneiden. AlSden verfahren