Druckschrift 
1 (1825)
Entstehung
Seite
CXXXVI
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cxxxvi. WinckclmanS

„ Reift/ ohne viele Unkosten/ wen zu jenem Stu-„ dio fünfzig und mehr Jahre gebraucht werden. "ES scheint/ die Stelle eines der Custodi an derVatieana wäre ihm nicht entgangen; den sein Car-dinal verwendete steh sehr für ihn/ ob er jezt gleich-wohl wegen des zunehmenden Alters ansing/ zuwei-len etwas sonderbare Launen zu haben/ wie man inmehrern der lezten Briefe an Riedefel sieht/ wounter dem Brausewind niemand anders als Al-l> ani gemeint ist; ja/ er zeigte sich sogar bigot. Vorder Reise nach Neapel hatte Winckelman einenverdrießlichen Aufenthalt mit ihm auf der Villa ge-habt/ woran dessen Schwester/ die Prinzessin The-xe se Albani Schuld war/ als welche in Ansehungder Religion Lügen wider ihn aussprengte/ weil sieglaubte/ daß er ihr beim Cardinal im Wege stehe.AuS einzelnen Worten/ die man aus ihm preßte/hat man etwas zu ziehen gesucht, das ihn demfürchterlichsten Gerichte überliefern konte/ obwohler versichert/ keinen Anlaß gegeben zu haben/ indiesem Punkte ungeneigt von ihm zu denken. In-dessen drang das bei seinem Freunde nicht bis an'SHerz/ und eS waren nur vorübergehende Trübungen/wie sich offenbar zeigte/ da Albani bei dessen be-vorstehender Abreise seine große Furcht/ daß Win-ckelman etwa in Deutschland verbleiben möchte/nicht unterdrüken konte.

Als sich Winckelman entschlossen hatte/ dieReise in'S Vaterland jener nach Griechenland vorzu-ziehen/ bekam er im März 1768 von seinem Cardi-nale und seinen Obern uneingeschränkte Erlaubnißdazu. Er wollte aber deßwegen sein Vorhaben/ dieewig denkwürdigen Orte der Wissenschaft und Kunst

t) Br. a» Muzcl-Stosch, v. ts, u. <m Ufteri, v.

22 Jul. l767.