exxvi.
Winckclmans
Ausschließung des CardinalS Albani/ fehlte/ seit-dem sich sei» innigster Freund/ der Abate Rug-gieri/ in einer riefen Melancholie erschossen.^) Die-ser war ein Man/ der viel und heftig sprach; dessenWort ein großes Gewicht hatte/ und zu welchemHer; und Sin Winckelman trugen/ da ihreFreundschaft sich an Stärke wechselweise gleich kam.?)Als er ihn verloren und Albanis Alter keine lan-ge Hosnung mehr gewährte/ sah sein Auge bald nachSachse»/ wo man ihn nicht vergessen hatte; baldwünschte er sich zu seinem Baron von Berg/ undbald dachte er bei seinen Freunden in Zürich obergar in dem Kloster Weddingen/ das er/ statt 6Stunden/ nur eine Stunde von dieser Stadt ent-fernt hielt/ für die Zukunft sein Leben hinzubringend)Unterdessen hat Friedrich der Große imSommer 176.; an ihn durch den Obristen O.uin-tus JciliuS^) die Einladung zur Stelle des ebendamals verstorbenen Gau tier la Croze, Aufsehersder Bibliothek und des Kabinets der Altertümer/machen lassen. Friedrich Nicolai schrieb ihmaus Auftrag des Obristen^ und gab zu verstehen/ daßWinckelman die Forderung von 46oo bis 2000Thaler Besoldung stellen könne. 5) Dieser sezt so-gleich seinen Cardinal davon in Kentniß und machtmit dessen Einwilligung die Bedingnisse/ unter wel-chen er Berlin mit Nom vertauschen wolle/ demObristen zu wissen. Seine Forderung war 2000
1) Bv. a» Muzel-Stosch, V. tZ Aug. 1764. u, a»Ustevi, V. Nov. 176Z.
2) Ebcudas.
3) Br. auMuzel - Stosch, v. Aug. 1764.
4? Guischardt.
S) Br. au M u z sl - S t 0 ,'ch / v. Z0 Aug. u. an Schlab 5-veudors, v> 1? Oct. 1765.