Druckschrift 
1 (1825)
Entstehung
Seite
CXX
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cxx. WinckelmanS

lag ihm nur daran, daß die Käufer den Werth desBuchs dem Preise gleich schäzten. l) Für einen drit-ten Band hatte er bereits -w Denkmale unter 100seltne»/ noch nicht bekant gemachten ausgewählt; ergedachte nicht über 100 zu liefern/ aber diese mitaller Pracht erscheinen zu lassen. ES ist bekant/wie sein Vorhaben vereitelt worden/ und es' scheinenvon der Erklärung zu den Stüken des dritten Bandesnur wenige Entwürfe entstanden zu sein.

Man hat diesem Werke WinckelmanS den Vor-wurf gemacht/ daß es im italiänischen Geschmake mitunnöthiger Gelehrsamkeit angefüllt fei / weil sich derAutor darin vor den Antiquaren des Landes/ wo erfür immer zu leben gedachte/ zeigen wollen; alleinwen dieser Vorwurf gegründet sein sollte/ so trift erandere Archäologen nach ihm in dopeltem Maße.Immerhin enthält das Buch noch so viele interes-sante Ansichten/ Winke und Notizen/ die entwedersonst nirgends vorkommen/ oder doch schon deßhalbeinen besondern Werth haben/ weil sie hier zum er-stenmal erschienen sind. Ein großer Gelehrter diesesFachs'/ auf einer hohen Schule in meiner Nachbar-schaft/ versicherte mich daher/ daß er dieses WerkWinckelmanS bis jezt für sehr schäzbar und inmancher Beziehung für unentbehrlich halte. Weilman darin jene Schönheit der Gedanken/ des AuS-druks und den Schwung vermißt/ der in seiner Ge-schichte der Kunst und in mehrern seiner kleinenSchriften herschen/ so muß man dagegen bedenken,daß hier auch das Feld gar nicht dazu war/und Scharfsin mit Gelehrsamkeit verbunden einigenErsaz für jene höhern Eigenschaften gewähren. Über-all offenbaret sich doch der eigene Denker und selb»

t) Br. an L. Usteri, v. 5? Aug. t767.

2) Br. an Meckel, v. 52 Mai 1767.