WinckclmanS
sächsischen Graven von Brühl seine zweite Reisenach Neapel. Sie hielten sich drei Wochen daselbstaus/ und Winckelman fuhr alle Morgen in derFrühe »ach Portici, wo er bei Camillo Paderni/ 'dem Aufseher des' Musei, wie in seinem Eigeutumewar/ und alle Bequemlichkeit hatte/ die Altertümerzu betrachten. DieFruchr dieserNeise ist das Send-schreiben von den h ercnlanisch en Alter-tümern/ an seinen Gefährten gerichtet, i) VierGemälde/ Tänzerinen nebst Nymphen undCentaure N/ einen Palm hoch auf schwarzem Grunde/flüchtig wie ein Gedanke/ welche erst entdekt worden/„ und die frühern so weit übertrafen als' das Pferd„den Esel;" ein wunderbar schöner MercuriuSvon Erzt und ein junger schlafender Satyr warenihm diesmal das Interessanteste.
Tanneci/ der Minister, hatte ihn troz ihresgepflogenen Briefwechsels auf eine Art empfangen/daß kein zweiter Besuch erfolgte. „ Die Empsind- '„ lichkcit eines Niederen gegen einen Oberen kan nicht„ rührend genug sein; und da man bei demselben alle-„zeit eine Note höher anstimmen muß/ so bringet„ das Zehentel von einem Tone heruntergesezet uns„ an die Gränzen der Verachtung. " Das Send-schreiben von den hercula Nischen Alter-tümern erwekte zwei heftige Gegenschriften/ derencine Galiani verfaßt/ um welchen sich Winckel-in a n glaubte besser verdient gemacht zu haben. „ Sie„ ist dergestalt eselmäßig geschrieben/ (meldet er an„ Mnzel - Sto sch / 4) daß eS Allen Ekel machet/„ und man hat mich versichert/ der Staatssekretär
t) Br. an Ustevi, v. Febr. an Wiedewelt v. ZMärz 1762, und das Sendschreiben, §. 1—2.
2) An Wiedewelt, ebendas. K
3) Br. an Usteri, v. 17 Dee. 1762.
4) IS Jun. 1762.