Druckschrift 
1 (1825)
Entstehung
Seite
LXI
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Biographie.

l.XI.

ten, öamit man nicht sagen könne/ er bettle.Hm Januar 1765 hat endlich Pater Rauch ange-fangen/ seine milde Hand aufzuthun/ und seinemWinckelman bis in den Februar/ wo er wiederso viel erhielt/ 10 Ducaten ausbezahlt. „ Die Ar»„ muth ist allenthalben sehr groß/ schreibt Wi nckel-„ man, und größer/ als man es wirklich hier und„ anderwärts glaubet." ES hatte keinen Anschein,als dürfte er sich Hofnung machen/ eine Pensionvom Hofe aus zu erhalten/ wie er sich früher ver-sprach ; sondern alles beschränkte sich auf die An-weisung / die für ihn an den General des Jesuiten-ordens von Dresden aus durch die Hand des könig-lichen Beichtvaters gelangen würde. In dieser Un-sicherheit glaubte er auf einmal einen sichern Wegentdekt zu haben/ der ihn in Dresden selbst zu ei-nem anständigen und allmählig sogar reichlichen Un-terhalte führen werde/ wen er in Rom seine Zufrie-denheit nicht finden sollte. Er sagt nirgends/ wasdieses für ein Weg sei; aber es ist wahrscheinlich,t>aß er sich auf Vorlesungen und Unterricht in der Ge-schichte verlegen wollte. Eine Gesellschaft schieneine solche Vorlesung zu wünschen/ weßhalb Win-ckelman die Abhandlung: Vom mündlichenVortrage der allgemeinen neuen Geschich-te/ 4) einigen Kennern in einer Abschrift vorlegte.Allein man war zu schläfrig. 5) Überhaupt war Win-ckelman sehr ungewiß/ auf welche Art er nachseinem Aufenthalte in Rom, den er auf zwei Jahre

t) Ebendas.

2) Ebenda,'.

Z) An eben^ens. v.Zl Jan. 1755.

Ä Sie erschien zum erstenmal gedrukt in Becker; Er-holungen/ Jahrgang tsoo.

S) Br. an Bercn dS, v. ta März 1755.