XXIV.
WmckclmanS
'rector die Verbindlichkeit auf/ alle Soiitage in derKirche anwesend zu sein/ und die Predig des In-spectors anzuhören/ der so weit hinter den gutenMustern zurükblieb. Winckelman äusserte hier-über gegen mehrere Männer seinen Unwillen/ undsuchte sich in Zukunft/ statt aus dem Gesangbuche/aus dem Homer oder andern griechischen Autoren/die er in die Tasche gestekt hatte/ zu erbauen. Nichtnur davon ward der Inspektor benachrichtigt/ son-dern gute Freunde haben ihm auch Winckelman5Urtheil über seine Predigen binterbracht. Der In-spektor hat dem Conrector ohne Zweifel derbe Vor-würfe darüber gemacht und ihn das ganze Gewichtseines EphoratS fühlen lassen;^) ausserdem aberauch im Ungestüm behauptet: Winckelman verstehekeinen einzigen lateinischen Dichter. Noch in Romstieß ihm dieser Vorwurf auf/ und er fragt daherin einem Briefe seinen Freund Genzmar: „Hat„der Znspector Schnackenburg diese Behauptung„bis jezt nicht verlassen/ nachdem ich doch so viele„ lateinische und griechische Dichter erkläret und„ verbessert habe?"
Mit Widerwillen gedenkt Winckelman diesesInspektors in einem Briefe an Cleinow:
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„ Hindus nobis iiisnltsvit Iiomo nnidr?» suberis levior»et omululll bi^>e<li>in c^ui Lileiio, stu-
u pi<üis8iirio Deorum, s clunibus sit. ^
Nunmehr war durch dieses unangenehme Ver-hältniß die Zeit herbeigeführt/ wo er in Seehausenkein Bleiben mehr haben wollte. Einmal fuhr
O Gurlitts Program von tS2l). S. 5.
2) Vr. an Genzmar, v. 20 März 1766.
3) Lpis«. »ä Lleiaoviui») «I. > Älaji