XVI.
Winckelmans
Vor seiner Abreise jedoch verwendete er noch allseine Zeit und seinen Fleiß auf die grammatikalischeErlernung der italiänischen und englischen Spra-che. ')
Als er nach einem kurzen Aufenthalt in Jena(wie scheint im Frühling 17^2) seine» Weggegen Berlin richtete, und sich auf seiner Reiseeinige Tage in Halle verweilte/ wurde er unter vor-theilhaften Bedingungen eingeladen/ den Unterricht-des altern Sohnes des OberamtmanS Lamprechtzu HcimcrSleben oder Hadmersleben/ einem Städt-chen zwei Meilen von Halberstadt/ auf sich zu neh-men. Er folgte der Einladung. In Hadmerslebenhielt sich damals auf seinem Freignte Ludwigvon HanseS auf/ der früher Secretär bei demdänischen Gesandten in Paris gewesen/ ein gelehr-ter Greis/ mit dem Winckelman einen freund-schaftlichen Umgang pflog/ und von ihm mit histo-rischen Schriften in französischer Sprache/ die sichderselbe zu Paris angeschaft hatte/ auf'S gefälligsteunterstüzt wurde. Dieses beförderte sein Studiumder Geschichte/ auf das er sich nun geworfen hatte/»ngemein. P <?ter BayleS historisch - kritischesWörterbuch durchlas er daselbst zweimal/ und sam-melte sich daraus einen starken Band Auszüge. NachVerfluß von anderhalb Jahren bekam Winckelmanden Ruf zum Conrectorat an der Schule zu See-Hausen in der Altmark. Er nahm ihn an und führte
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