XIV,
WmckelmanS
Collegien bei SellinS/ beiHorniuS und deiner-wähnten Kanzler hörte.
Am wahrscheinlichsten fallt in diese Epoche eineFußreise/ die er nach Frankreich und bis nach Pa-ris machen wollte. Cäsars' Beschreibung desgallischen Krieges/ die er gelesen/ hatte inihm die Begierde erwekt/ den Schauplaz jener Er-eignisse mit seinen eignen Augen zu sehen. Er kamaber nicht weiter als bis nach GelnhauseN/ in derNähe von Frankfurt/ wo ihn die Betrachtung derVerwegenheit seines Unternehmens und die Unruhendes KriegeS/ die in dieser Gegend auSbrachen/ zumRükzug nöthigten. Die Sage / daß er nicht nurnach PariS/ sondern bis nach Rom habe gehen wol-len/ und unter Weges in den katholichen Klöstern/wo er fleissig zugesprochen/ vorgegeben habe/ ersei gesonnen Katholik zu werden/ und in Rom seinGlaubensbekentniß abzulegen/ wollen wir auf sichberuhen lassen. 2)
Auf der Rükkehr von seiner verunglükten Reiseist ihm ein Abenteuer begegnet/ das er nachmalsmehrern seiner Freunde erzählte. Er stand auf derBrüke zu Fulda/ und da er seinen Anzug in ziem-licher Unordnung sah/ so wollte er sich/ vor er indie Stadt träte/ noch ein wenig herauSpuzen undzu allererst rasiren. In dem Augenblike/ als ermit dem Rasirmesser gegen das Gesicht fuhr/ hörteer ein plözlicheS Geschrei. Einige Damen/ welchein einer Kutsche von der andern Seite der Brükeher kamen/ hatten es erhoben/ weil sie aus derBewegung Wi nckelmanS wahrzunehmen glaubten/
O-hier sind die Angaben des Doctovs »den, S. 22 inGurlitts Peogram, Hamb. 1S20, wieder sehr con-fus.
'2Z Bei »den und Fernow,