Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
484
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48-4 Baukunst der Alten.

gegraben wird. Die Puzzolana ist theils schwärz-lich/ theils röthlich; die schwärzliche ist mehr ei-senartig/ schwerer und trokener/ als die andere/ unddienet sonderlich zum Wasserbau; den weil sie sprö-de ist/ bekomt sie leicht Risse über der Erde; dieandere ist mehr erdhaft/ und wird vornehmlich zuArbeiten in und über der Erde gebrauchet. JeneArt wird bei Neapel gefunden; beide Arten aberfinden sich in und um Rom, und sonst in keinemandern Theile von Italien. > Ein glaubwürdigerAugenzeuge versichert mich/ daß eine solche Erdeauch bei Metz in Lothringen gegraben wird/ welchedaselbst dienet/ mit wenigen Kosten und geschwindeein Gebäude aufzuführen/ wie ich unten anmerkeilwerde. ES ist aber zu merken/ daß die Alten dieröthliche Puzzolana wenig gebrauchet haben/ welcheizo hingegen in Rom mehr als die schwarze gesuchetwird. In den Gegenden am Meere in der römi-schen Landschaft ist sie ebenfalls nicht/ und die Al-ten/ welche zu Antium baueten/ werden die Puz-zolana von Neapel geholet haben/ wie noch izodaselbst geschehen muß; den eS komt diese Erde mitwenigeren Kosten zu Wasser von dorther/ als vonRom auf der Are dahin. ES findet sich derselbesogar nur auf einer Seite der Tiber/ das ist : auf derSeite gegen Morgen oder Mittag / woraus einwahrscheinlicher Schluß zu ziehen ist/ daß eS eineErde sei/ welche durch Entzündung entstanden/ diedurch den Fluß eingeschränket worden/ und sich jen-seit der Tiber nicht erstreken können. Die wirkendeUrsache der Puzzolana zeiget auch die Benennungderselben im Neapelschen sil/ sie wird insgemeindaselbst ti-1-r» cli t'uovo, Feuererde/ genant/ undwird izo nicht mehr bei Pozzuolo/ sondern um denVesuviuS herum/ und daselbst allein/ gefunden undgegraben. ES gibt Lagen derselben mit Lava/ oder