403 Baukunst der Alten.
Städten wissen wir das Gegentheil) insgemein nurein einziges Gestok gehabt/ und keine obereZimmer, ES hat derselbe Recht/ nach den Be-schreibungen der Landhäuser deS PliniuS: wen ^aber die Villa Hadriani hier anzuführen ist/ sosiehet man augenscheinlich Zimmer über einander/ sowie in den a n to n ini sch e n B äd e rii/ auch in dendiocletianischen, wie dieselben vor zweihundertJahren standen: in einige» Theilen dieses erstaunli-chen Gebäudes waren drei Gänge und Zimmerüber einander. In den Trümmern einer weil-läustigen Villa unter dem alten Tuftulo/ wo izodie Jesuiten ihre Villa/ alla Russinella ge-nant/ gebauet habe»/ fanden sich Kammern überden Wohnzimmern; jene aber waren niedrigund schlecht/ und schienen nur Wohnungen derBedienten gewesen zu sein.
K. 60. Die andere Erinnerung gebe ichden Liebhabern der Altertümer/ welche theils ausKupfern urtheilen wollen/ oder wen sie jene selbstbetrachten können/ nicht Zeit und Kentniß genughaben / die Zusäze an alten Werken von diesen selbstzu unterscheiden. Man merke/ daß die Tempel undGebäude auf zwo erhobenen Arbeiten in der VillaMedieiS/ welche in den Admiranda des Bar-toli stehe»/2) größtentheilS neu/ und zwar nur
1) Der berühmte Cardinal A u t o n P e r r e n o t G r an v el-la ließ auf seine Kosten die diocletianischeu BäderVon Sebastian de O»a, königlich spanischem Bau-meister in den Niederlanden , zeichnen, und alles genauausmessen, und diese Zeichnungen sind von Hi e ro n»moCvck, aus Antwerpen, in 26 Blätter» in Folio mit ei-ner meisterhasten Art und großen Sauberkeit in Kuvftrgestochen. Dieses Werk trat nebst einem kurzen Berichteaus zwei Blättern im Jahre 1558 an das Licht, undhat sich überaus selten gemachet. Win ekel man.
2) lad, 4Z,— /,4. Fea,