Vorbericht.
ich Seiner Hochwürden dem Herrn PaterLeo Nauch/ Seiner königlichen Majestätin Polen Beichtvater/ schuldig/ einem derwürdigsten Menschen/ der mir Vater/ Freundund das Liebste ans der Welt ist. Er alleinist der Grund von der Zufriedenlieit/ die ich genie-ße/ welche ich niemals fühle oder schmeke/ ohneErinnerung immerwährender Dankbarkeit: mein höch-stes menschliches Verlangen gehet zu ihm / und allemeine Wünsche sind auf ihn gerichtet/ die Gottwolle in Erfüllung gehen lassen. Ein anderes Be-kentniß der Dankbarkeit/ welches ich an einem wür-digern Orte abzulegen gedachte/ bin ich zween mei-ner Freunde schuldig/Herrn Wille/ königlichemKupferstecher zu Paris/ und Herrn Füeßly/ Malerund Stadtfchrciber zu Zürich. Die Art/ mit wel-cher sie mir/ ohne mich persönlich zu kennen/ bei-gestanden haben/ machet der Menschlichkeit Ehre.Aber die Bescheidenheit ihrer großmüthigen SeelenHält mich zurük/ wider ihre Absicht zu handeln/ wel-che war/ insgeheim Gutes zu thun. Ich empfehlemich allen Liebhabern der Künste/ und meinen Gön-nern uud Freunden in Deutschland und in anderenLandern. Roni/ den 4 Der. 1760 .2)
t! sMan sehe hierüber die Viogravhie W i n ekelma!i §vor dem t Bande dieser Ausgabe.Z
2) Wiese im Jahre t760 vollendete Schrift blieb »ach bistief in das Jahr l76I in Wi nckelm aiis Hände» / ehesie gedrukt wurde, und daher gab er ihr noch Zusäze,wie man aus dein 2 K. tü §. abnehme» kaii.)