Vorbertcht.
machet habe/ und ich habe dazu alle erforderlichenHülfsmittel gehabt/ sonderlich in dem vertrautenUmgange/ dessen mich Seine Eminenz/ der HerrCardinal Alexander Albani/ der größte Ken-ner der Altertümer/ würdiget.
§. 3. Über das'/ was ich von der Baukunst ge-schrieben habe/ kan ein Gelehrter/ welcher die Al-tertümer aufmerksam untersuchet/ und die erforder-lichen Kentnisse dazu hat/ eben so gründliche alsein Baumeister/ reden; und hier kau gelten/ wasAristoteles von den Spartanern saget: „Sie halben„ die Musik nicht gelernet/ aber sie wissen richtig„ von derselben zu urtheilen; " ich verstei.e hierein zunftmäßigeS Lernen. ES erfordert auch dasStudium der Altertümer eine hinlängliche Kentnißund Untersuchung in der Baukunst/ so/ wie es dieübrigen beide Künste/ die Malerei und Bildhauerei/verlangen; und die Betrachtung der alten Gebäudeerweket ein Verlangen/ dieselbe genauer zu kennen.
§. Man muß sich wundern/ daß viele Denk-male der Baukunst denjenigen/ welche dieselbenhätten berühren und beschreiben solle»/ gar keineAufmerksamkeit erweket haben/ wie es mit den übriggebliebenen Gebäuden derStadt Posidonia oder Pä-stu m, izo Piesti oder auch Pestv/ am salernitanischenMeerbusen/ die ich in den Anmerkungen Verschiede-mal angeführet habe / ergangen ist. Cluverius istdie Gegend von Pesto/ so wie ganz Italien / durch-reiset; und er hat alles umständlich beschrieben/aber er gedenket nur mit einem einzigen Worte derTrümmer dieser Stadt. Eben so wenig Nachrichtfindet sich bei andern Scribenten des KönigreichsNeapel von den Überbleibseln dieser Stadt. EinigeEngeländer gingen vor etwa zehen Jahren zuerst da-
1) !. 3. c. 5.^
2) LlluUa üntitzuaz I. 4 c. i/,.!!