Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
283
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neuest, hercul. Entdek. sss

und in diejenigen,- die zum gemeinen Gebrau-che dieiuten.

§.85: Von Gerathen der ersteren Artfi nde ich nur zwei Iec«,is«.erui» und Weihwasser-gefäße anzumerken. Die Bedeutung und der Ge-brauch des lectisternii seze ich bei dem Leser voraus.Das größere herculanische ist von Erzte/ von 6 rö-mischen Palmen hoch/ von Palmen lang/ unddrittehalb breit; die oberen Stäbe an der vorderenSeite desselben ruhen auf zween schönen Pferdekö-pfen/ die an der Hinteren Seite aber auf Schwanen-köpfen. Das kleinere, ebenfalls von Erzt/ hat dieGestalt eines BettgestelleS nach alter Art mit vierSäulen/ und würde ohne dessen muthmaßlichen Ge-brauch/ als ein Spielzeug für Kinder angesehetrwerden können. Wir wissen/ daß in jedem Hausedie periates besonders verehret wurden/ und daß fürdieselben besondere -«äicnl-x oder Capellen gebauetwaren.

Z. 86. Die Gefäße zum Weihwasser (-«ii-sinin-t-1-ia, sind ebenfalls in bürgerlichen Woh-

nungen gefunden; den die römischen Familien hat-ten eine jede ihre eigenen sacr» piivst», einen hei-ligen Herd/ wo Feuer unterhalten wurde/ ihreAltäre / ja sogar besondere Festtage/ und einige hiel-ten eigene Hauspiester. ES sind diese Gefäßetheils von Erzt/ theils von Marmor; das größtevon Erzt ist eine zierlich gearbeitete runde Schale/von vier Palmen im Durchmesser/ inwendig in derMitten mit silbernem Laubwerke ausgeleget/ und ste-het in dem ersten Zimmer des Musei. Von dieserSchale hat sich das Fußgestell nicht gefunden ; an-dere kleinere von Erzt aber haben dasselbe/ und diegrößte von diesen ist mit zwo Handhaben» Die von

i) keines. Inscr, LIazz. S. u, LZ.