neuest, hercnl. Entdek.
Von Vorhängen der Fenster redet Zuvenalisalso auSdrüklich:
— — — — elauclo /evesdrss,
Vel.1 icA-tnt rimss, ZUNAS ostis, tolli^e luinen,
Alles dieses kan zu Verständniß einer Stelle desApolloniuS von Nhodu6 diene»/ über welchesich niemand einen Zweifel hat einfallen lassen. Wendieser Dichter die Unruhe beschreibet/ welche die inZason verliebete Medea empfand/ saget er: „daß„ sie die Nacht vor der angefezeten ersten Unterre-dung öfters von ihrem Bette aufgestanden/ um zu„sehen/ ob der Tag anbreche/" und
„ Erösnete oft die Schlösser ihrer Thüren; "das ist/ sie hatte nöthig/ die Tbüre ihres Zimmerszu eröfneil/ um den Morgen zu erbliken/ weil das-selbe ohne Fenster war/ wie die in den pompejani-schen Gebäuden. ES kan also das Zimmer/ wo ihreMägde schliefen/ kein Vo rzim m er gewesen sein/ wiees könte verstanden werden/ sondern muß nebenjenem gesezet werden.^)
§.6s. Drittens finde ich anzumerken/ daßdie Gebäude selbst sowohl als die Kammern nicht allesymmetrisch sind/ wovon ich den Grund nichteinsehen kan. Man kan nicht sagen/ daß derglei-chen Anlage blindlings gemachet worden/ da die Li-nien des Fußbodens von Musaico in den Kammernin rechten Winkeln gezogen worden/ wodurch dieUngleichheit der Kammern noch deutlicher wird.Den Mangel der Symmetrie habe ich auch an an-deren alten Gebäuden bemerket/ und unter anderen
1) 8at. 9. v. io5.
2) I. Z. v. 621.
^ Z) cMan vergleiche die A»me rku»g c n über dieBau'kunst -c. S, 60 — 62, Z