neuest, hercul. Entdek. 271
Palmen weit. Hier war die Diana/ von welcherich oben geredet habe, die man bereits vor Altersumher behauen halte, um dieses Gemälde wegzu-nehmen; man siehet c>uch ebendaselbst noch eine an-dere Figur in einem Felde der Wand mit Hiebenumher.
§. 65. Über diese Wohnungen finde ich folgen-de Anmerkungen zu machen. Erstlich, daß alleKammern gewölbet waren; die Gewölber abersind, ausser in Kellern, alle eingestürzet gefunden,und von den Thüren der Kammern entdekete mannur verbranteS Holz. Die Pfosten der Thüre»aber (gU waren niemals von Holz, wie
sich Montfaucon einbildet; wie würden sichdieselben in gemauerten Häusern reimen? In demGemäuer finden sich häufig Schlaken vom VesuviuS,und vielleicht würden auch in den Gewölbern Spu-ren davon sein, wen sich dieselben erhalten hätten.Unterdessen meldet VitrnviuS kein Wort von Er-leichterung der Gewölber vermittelst der Schlaken,und Palladius ist der einzige, welcher von dieserArt zu bauen Meldung thut: ?) den dieser lebeteüber 100 Jahre nach jenem, da nach dem großen Aus-bruche des VesuviuS unter dem TituS die Schlakenwerden bekanter geworden sein.
Z. 66. Zweitens siehet man hier augenschein-lich, daß die schönsten und ganz bemaleten Zimmer,sowohl der Lusthäuser ausser der Stadt, als derWohnungen innerhalb derselben, kein anderesLicht bekommen, als allein durch die Thüre, wel-che daher ungewöhnlich breit und hoch zu sein pfle-get. Solchen Gebäuden konte also der Nachbar das
1) exxlic^. i. x. 126.
2) Oe re ru8t. I. i. c. i3. j