neuest, hercul. Emdek. 261
v. v.
Beide Stüke stehen in dem Hofe, des herculanischenMufti.
K. ä7. Bei Gelegenheit dieser Graber wird nichtüberflüssig scheinen können/ eines rund ummauertenPlazeS zu gedenken, welcher zu Ende des 1763Jahres/ in der alten verschütteten Stadt Velleja/im Herzogtum Piacenza/ ausgegraben worden. DerDurchmesser dieses eingeschlossenen Plazes hält ohn-gefähr 100 pariser Fuß/ und die Mauer/ welcheaus großen O.uaderstüken bestehet/ ist etwa 4 Fußhoch. Zween Eingänge finden sich/ einer gegen denandern über/ doch ohne Spuren von Thüren; eindritter Eingang aber/ welcher/ wie durch eine engeGasse/ zwischen zwo Mauern in diesen Plaz führet/hat eine Schwelle zu einer Thüre. Nahe an einemder anderen Eingänge ist eine in Vierek gemauerteArt von Brunnen. Dieser Plaz dienete wahrschein-lich zu Verbrennung der Todten/ und wird vermit-telst gedachten Zugangs zwischen zwo Mauern miteinem Grabmale verbunden gewesen sein/ es hießein solcher Ort oder ustiinum,
Derjenige/ wo der Körper des Augustus verbrennetwar / lag in dem Umfange seines prächtigen Grab-mals mit eingeschlossen/ und war/ wie jener Plaz/rund; 2) zuweilen aber waren diese Pläze von denGrabmalen abgesondert. Ein solcher/ aber viereki-ger Plaz/ mit niedrigen Mauern von Quaderstükenumgeben/ welche auch ehedem nicht höher gewesen/wie man an der Kape dieser Mauern siehet/ welche
1) Ein solcher Plaz ward auch bei Pompeji eutdekk.
Sieb elis.
2) Ltrad. 1. 6. c. 3. x. 236. e6!t.