23<? Sendschreiben v. d.
Tempeln dieneten: es stehet auch hier die hetru<rische Diana. In dem achten Zimmer stehen di-drei schönsten Statuen von Erzt/ der Silc-nus/ der junge schlafende Satyr und derMer-curiuS/ nebst den schönen vier Gemälden,welche zu Stadia au der Mauer angelehnet gefun-den wurden. Das neunte Zimmer wird mir große»erhobenen Arbeiten von Gyps und mit sigurir-ten Stüken Musaico / die sich erhalten haben/ auS-gesezet: unter den erstem ist eine heroische Fi-igur, die sich auf ein ovales Schild stiizet, an jdessen äusserm Naude ein Haken hänget/ das Schildaufzuhängen/ welches' ich nirgendwo gefunden babc.Hn demselben Zimmer ist auch eine alte Nischevon grobem Musaico / die man völlig hervorgezo-!gen/ angebracht; sie hält 6 Palmen und 6 Zolk!in der Breite.
§. t/11. Die übrigen Zimmer sind noch nicht zubesondern Dingen bestimt. In dem zehnten steheneinige erhobene Arbeiten in Marmor von schö-!ner Arbeit: das eine stellet einen Satyr vor/ wel-^cher auf einem Esel mit einer Gloke am Halftreitet; auf eiuem Felsen stehet ein Herme einesPriapuS/ mit einem Hörne des Überflusses/gegen welchen der Esel schreiet und sein Glied er-hebet. Ein anderes/ im Herculano gesunden/ mit!dessen alter Cornische umher/ zeiget eine halb nakttweibliche Figur auf einem Sessel ohne Lehne,welche auf der linken Hand eine Taube hält/ undmit der rechten mit derselben spielet: vor ihr ste-het eine bekleidete weibliche Figur/ welche die linkc!Hand auf einen Herme des PriapuS geleget hat,uud mit der andern ihr Kin gestiizet hält. Hinterjener Figur stehet ein bärtiger indischer Bak-chu s auf einer runden Base/ und hält eine Schalein Gestalt einer Muschel/ wie eine weibliche Fi-