i64 Sendschreiben v. d.
ß. 59. Auf dieser Mauer war vorher eine andereInschrift in schwarzer Farbe/ und vermuthlich einePachtankünd igung gewesen^) über welche ge-genwärtige Inschrift mit rother Farbe gesezetist. Ich habe nur in einigen Buchstaben dieeigen t-liche Form derselben angegeben/ weil ich die In-schrift ganz verstohlen habe nehmen müßen/ indemes nicht möglich war/ dieselbe offenbar nachzuzeich-nen. Die einzelnen Buchstaben der siebenten Reihewerden eine damals bekante Formel gewesen sein,und wären etwa also zu erklären:
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das ist: „ Sollte jemand die Besizerin dieses Ortes„ oder Gutes nicht kennen/ derselbe kan sich mel-„den bei dem Ädilis SuettiuS Berns." DieBesizerin hieß Julia; ihr Vater SvuriuS Fe-lix. Die Pachtungen wurden bei den alten Rö-mern/ wie hier/ insgemein auf fünf Jahre geschlos-sen/ wie man sich in den DigestiS belehren kan.
war in der gewöhnlichsten Bedeutung das/was wir eine Laube nennen würden/ und diese«erden in den schönsten Ländern von Italien ins-gemein mit kreuzweis gebundenen Rohrstäben sehrzierlich gemachet; dieses Rohr aber ist ungemeinstärker und länger/ als in Deutschland und anderenLändern jenseit der Alpen/ theils weil es hier stär-ker wächset/ vornehmlich aber/ weil es gepflanzet/und der Boden umher behauen und loker gemachetwird/ und weil es überhaupt mehr Wartung hat:es wird daher ein Rohrfeld als ein nöthiges undnüzliches Grundstük bei Landgütern angesehen. In
1) Man sehe unten die Nachrichten !c. §.
2) ^Deßhalb steht hier diese Inschrift mit den gewöhnlichenBuchstaben al'gedrukt.)