Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
131
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hercul. Entdck.

Pompeji hat man die Anzeige von einer eilfertigenFlucht der Einwohner an vielen schweren Gerathengefunden/ welche weit von den Wohnungen auSge-graben worden/ und vermuthlich im Fliichten weg-geworfen waren.

ß> 23. Diese Entdekung l,at offenbare Beweisevon weit altern AuSbrüchen des VesnviuS gegeben /und die Alten / welche sich nur eine schwache Muth-maßung davon ans den Schlaken an dem Bergebildete»/ hätten sich handgreiflich davon überzeugenkönnen. Strabo schließet Entzündungen dieses Ber-ges aus dessen Erdreiche/ welches aschfarbig war/und aus Höhlen voller Steine von eben der Farbe/als wen sie gebraut wären. DiodoruS getrauetsich nicht mehr zu sagen/ als daß sich aus diesemBerge Spuren von alten Entzündungen finden.PliniuS aber/ welcher in dessen AnSbruche sei»Leben lassen mußte/ saget an zween Orten/ wo erdes VesuviuS Meldung thut/ kein Wort davon/ sodaß eS scheinet/ es sei auch ihm die Natur diesesBerges unbekant gewesen. Die deutlichen Zeichenvon dem/ was ich sage/ sind erstlich die gebraiiteErde mit Schlaken vermischet/ auf welche die ganzeStadt Pompeji gebauet ist / und diese Erde heisset'I'err» clel kuoco. Dieses hätte bei jedem Gebäude/welches daselbst vor Alters aufgeführet worden / wenman den Grund dazu gegraben / Anlaß zu Untersu-chungen geben können. Ferner sind die Gassen/ so-wohl im Herculauum als zu Pompeii/ mit großenSteinen Lava gepflastert/ welche sich von andernKieseln oder harten Steinen durch eine besondereVermischung/ und durch kleine weisse Fleken in demgräulich schwärzlichen Grunde der Farbe/ unter-scheiden / welche Art von Stein den Alten nicht be-kant gewesen sein muß. Von dem herculanischenPflaster hat man einen einzigen Stein hervorgezo-