Druckschrift 
2 (1825)
Entstehung
Seite
129
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hemtl. Entdek.

stelamare ist/ wie CluveriuS angibt; den jeneStadt hätte/ nach dem Galenus/ nicht 30Stadien vom Meere entfernet sein können/ da dieser-Ort nahe am Meere lieget. Stadia lag/ wo izoGragnano lieget/ welches mit den Stadien desGalenuS übereinkamt. ES wurde diese Stadtschon von dem Sylla in dem marsischen Kriegezerstöret/ und zu Plinius Zeiten waren nichts alsLusthäuser daselbst.

Noch weiter/ und gegen Sorrento zu/ beiPra-j an 0/wurden vor fünf Zähren unterirdische Zimmerentdeket; die Arbeit aber ist nicht fortgefezet/ umdie Arbeiten nicht zu vermehren / und nachdem derEingang von neuem vermauert worden/ ist die Ent-dekung bis auf andere Zeiten verschoben.

K. 20. Über den zweiten Punkt/ nämlichvon der Verschüttung genanter Orte bin ichnicht gesonnen/ die Geschichte derselben aus Nach-richten der alten Scribenten zu erzählen / sondernich will suchen aus eigenen Bemerkungen einen Be-grif davon zu geben.

§. 2t. ES ist nicht die Lava oder der feurigeFluß geschmolzener Steine / welcher unmittelbar dieStadt Herculanum überströmet/ sondern der Anfangund die Bedekung derselben geschah durch die feuri-ge Asche des BergeS/ und durch ungeheure Regen-güsse/ welche ausser der Asche/ mit welcher dieseStadt unmittelbar bedeket wurde/ diejenige/ welcheauf dem Berge gefallen war/ mit sich in dieselbe hin-eintrieben. Die Asche war so glühend heiß/ daßsie auch die Balken in den Häusern verbrante / wel-che man in Kohlen verwandelt findet/ und Korn undFrüchte sind ganz schwarz geworden. Die Wasser-güsse müßen zu Pompeji und zu Stadia so starknicht gewesen sein : den an beiden Orten findet sichalles wie mit einer leichten Asche angefüllet, und