uz Sendschreiben v. d.
in Neapel nicht leicht ein Tag vorbeigegangen/ woich nicht in aller Frühe nach Portici gefahren bin.Ausserdem verschaffet mir die genaue Freundschaftmit Herrn Camillo Paderni/ dem Aufseher die- iftS Mufti/ eine hinlängliche Bequemlichkeit/ allesnach meinem Wunsche zu betrachten/ und ich bindaselbst wie in meinem Eigentume.
§. 3. Ich bin versichert/ HochgebornerGrav/ Ihre angeborne Giitigkeit werde dieses anSie gerichtete Sendschreiben mit eben demWohlgefallen/ welches Sie dessen Verfasser zu bezei-gen würdigten/ annehmen. In dieser Zuversicht binich über die gewöhnlichen Gränzen eines' Sendschrei-bens hinausgegangen; auch weil ich mir schmeichele/das Publicuni/ wen es hier unbekante und verlangeteNachrichten finden wird/ werde Ihnen verbundensein, weil Sie Gelegenheit dazu gegeben haben.
ß. In ein umständliches Verzeichn ißaber kan ich mich nicht einlassen/ sondern begnügemich/ das Merkwürdigste anzuzeigen/ und lasseauch von diesem znriik/ was ich über die dortigenalten Gemälde und Statuen in meiner Geschichteder Kunst des Altertums/ angebracht habe.Hch werde einigemal ein Werk des Herrn JakobMartorelli/ Professors der griechischen Sprachean dem Seminario der Kathedralkirche zu Neapel/unter dem Titel! vr »rox i-nrcx anfüh-
ren. Dieser in der griechischen Sprache gründ-lich gelehrte Man erhielt die Erlaubniß/ über einaltes Dintenfaß von Erzt/ in dem Mufto zuPortici befindlich / (welches aber nicht in den ent-deketen Städten/ sondern anderwärtS/ gesunden ist/)zu schreiben. ES sind auf den acht Eken desselbeneben so viele Götter von eingelegeter Arbeit in Sil- .ber/ welche der Verfasser für Planeten nimt/und da er diese öffentliche Gelegenheit ergrif/ seine