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2 (1825)
Entstehung
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Briefe üb. d.

und Muthmaßungen herumkreuzeten/ wollte der Man-rermeister auch seinen Senf dazu gebe»/ und glaubet«darin den Stöpsel zum Ölflttschlein zu erkennen. Erbenadm uns mit einemmale allen Zweifel/dus itum i» c^jus se»tenti»ni. Glaubeten Sie wohl,daß eine Figur von so weniger Bedeutung bei Statnendes Jupiters/ des Äskulap und bei einem Faunevon demselben Steine/ in Gesellschaft dreier Gott-heiten stehet/ wie er auch wirklich so gefunden wor-den ist? i) Bei Grabung des Grundes zu einem Ge-bäude an dem pübstlichen Palaste wurde/ am Fuße desQuirinalS/ ein Pflaster von groberMusivarbeit ent-

j) Winckelman spricht von dieserNingerstatue auch iilder Geschichte der Kunst, 7 B. l K. lS §.und in denDenkmalen, l Th. 24 K. 2 §. wo er an beiden Orten sagt,daß sie von s ch w a r z e m M a r m o r sei. Der Abate Bracci(Nein. !>nt. i»cis. izv. 26.) gibt eine Abbildung davon,und (wv. 5i.) ei»e Gemine, aus der ein ähnlicher Gegenstandabgebildet ist. Äusserst ähnlich ist ihr auch eine andere Sta-tue von weissem Marmor, die erst im Palaste Verospistand, und sich iezo in England bestndet. Aus dem G»vs-abguß derselben, den Cavaceppi besag, uud aus denandern Statuen ersah man deutlich, daß der Ringer dievon unserm Autor so viel bestrittene Hand in dieser Stel-lung hielt, um das Öl auszusangen, das er aus demGesäße mit der andern goß, um sich damit den Leib zusalben, wie die Athleten vor dem Ringen zu thun pfleg-te». Der vorgebliche Stöpsel ist nichts anderes als einekleine Stuze, die der Bildhauer, der Festigkeit wegen, zwi-schen den Fingern gelassen hat. Hieraus erhellet, wiemißlich es ist, Figuren zu ergänzen, deren wahre Be-deutung man nicht kent, und daß es besser ist, sie be-schädiget und zerbrochen zu lassen, als sie zu entstellen,und dadurch Veranlassung zu geben, daß die Antiquarein der Folge Unsin darüber sagen, wie es, zum Beispiel,dem Gori mit der Statue des Scheibenwerfers inder Galerie zu Floren; ergangen ist, welche erst in einenEndymion, und nachher in eine» Sohn der Riobeverwandelt worden. Fea.