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3 (1878) Urkundenbuch zur Geschichte des Geschlechts von Schwerin
Entstehung
Seite
91
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60. d. d. Lippehne 1312 Octb. 31.

Markgraf Waldemar von Brandenburg verpflichtet sich gegen eine Summe von800 Mark Brandenb. Silbers, dem Herzoge Otto von Pommern vierzehn Tage nach ge-schehener Aufforderung 20 Mann mit geharnischten Rossen gegen die Ritter Gerd undHeinrich von Schwerin, Hermann von Dewen und ihre Helfer zum Beistande zu senden.

Wie Woldemar van der gnade godes marcgreve tu Brandenboreh, tu Landesbergund tu Lusiz bekennen und betughen in desseme open briefe, dat wie gededingethebben mit unseme Heven veddern hertoghen Otten van Stettin, als hirna bescrevensteit. Wie scolen eme senden, swant unse vedder uns vor weten let virteyn nacht,twinteg mann mit vordeckeden orsen mit unser bannere oppe desse riddere, die hir-nacli benomet stan: heren Gherde und heren Hinrike van Szweryn und heren Her-man van Dewen und up ere hulpere. Swand esse lüde komen in unser veddern lant,so scal hie eme die kost geven und scal sie uns scadelos wedder tu hus senden.Scheppen sie vromen, die scal unser veddern wesen. Wie scollen ok weidigwesen von unser veddern wegen minne und rechtes in der sake, die twischen em undden vorbenomeden Tidderen werrende is. Underwinde sich ock jennech herre desservorbenomeden riddere, die von unsen veddern nicht ivolde nemen, dat minne oderrecht were, uppe den scolle ivie elime behulpen wesen also langhe, went sie nemen,dat minne oder recht si. Were, dat jennich ridder oder man sie unthelde, die nenherre ne were, des vient scolen wie also lange wesen, wen sie die vorbenomedenriddere mit unseme vedderen vorlieken. Hirumme lieft unse veddere uns gegevenachthundert mark Brandenb. silvers oder dre punt lichter penninge vor de mark.Wörde unser to kort, des gott nicht ne wille, so scolde margraf Johann dit liker wisholden als wie, und unse veddern scolden dit margrafen Johann wedder holden. Alledat hir vorbescreven steit, dat hebbe wie unseme veddern in trouwen gelovet undhebben darup unse brieve gegeben besegelt mit unseme inghesegle. Dat is geschientu Leppene na der bord godes dusent jar drihundert jar in dem twelften jare, inaller gots hilghen avende.

Nach dem vom Orig. im Geh. Staatsarchive zu Berlin genommenen Abdruck beiGercken, Cod. dipl. Brandenb. III S. 86 No. 19. Das Original selbst ist im Geh. Staats-archive nicht mehr aufgefunden worden. Auch gedruckt (gleichfalls nach Gercken)bei Riedel, Cod. dipl. Brandenb. II. 1 S. 333 No. 419.

61. d. d. Stolp 1313 Apr. 1.

Nicolaus und Janeke von Luscow und Werner der ältere und der jüngere vonSchwerin verkaufen dem Kloster Stolp mehrere halbe Zehnten, und zwar die vonLuscow solche zu Gross- und zu Wendisch-Boldekow und zu Stroppow und die vonSchwerin solche zu Gross- und zu Wendisch-Boldekow und zu Altwigshagen.

zo bekenne wy her Nycolaus (unde Jan)ekedat convent thu deme Stolpe Scholen hebben den halven tegheden (an unseme ghudethu groten)? Boldekow unde thu Wendeschen Boldekow unde den halven tegheden

myd ener halven van alle den hüwen thu Stroppow zunder jengherhande hyn-

dernysse. Vortmer bekenne wi zunderglien olde her Werner unde jung he herWerner unde unse rechten erven, dat de abbet unde dat convent des vorbenomedenclosters thu Stolpe Scholen hebben den halven tegheden an unseme ghude thu groten