aldus gheschen is, so schal dyt vorscreven gud uns unde unsen erven wedder quid,leddich unde loes wesen unde nicht er; we over dessen bref heft myt JachymZwerynes edder syner erven willen, deme schole wy unde willen dessen vorschrevenbref holden like der wise, eft he em van worden to worden toscreven were, he sighestlik edder werlik. Ok gheve wy aver alle stukke unde artikele ghestlikes undewerlikes rechtes unde alle ander invindinghe, dar me dessen bref mede krenken edderunmechtich mochte maken an deme ghantzen edder an deme dele. Alle desse vor-screven stukke unde artikele unde eyn jeslik by syk lave wy vorscreven heren hertighenHynrik de oldere van gades gnaden hertighen to Mekelnborch etc. myt unsen ervenJachym Zw er in unde synen erven unde alle denjenen, de dessen vorscreven brefheft myt syme edder syner erven willen, in guden truwen, eren unde loven stede undevast to holdende sunder jennigherleye arghelist unde hebben des to grotteren tughenunse inghesegheV) myt witschop unde willen henghen heten vor dessen apen bref,gheven to Parchem na den jaren Cristi veerteyenhundert jar darna an deme achteunde veftigliesten jare, an deme vrigdaghe vor Ocidi mei. Hyran unde aver syntgheweset Hans Pickatel unde Jachym Bulowe unde mer guder lüde, dede tughes undeloven wert synt.
Nach dem Orig. im Hauptarchive zu Schwerin. — Die bei Cleemann, VorderstadtParchim S. 232 enthaltene Notiz: „Herzog Heinrich der aeltere verpfändet unse dorpe toDametzule unde to deme Dertze an Joachim Zwerine auf Critzow um 1457 für 150Rheinische Gülden" bezieht sich auf dasselbe Document. Cleemann kannte nur eine inden Parchim'schen Registraturen unter No. 102 vorhandene „alte Copie", von der seineim Hauptarchive zu Schwerin aufbewahrte handschriftliche Sammlung: Urkunden undAlterthümer der Stadt Parchim I S. 147 No. 102 eine Abschrift enthält. Diese alteCopie ist unvollständig, sie schliesst ab mit den Worten: unde hebben des to groter tugheunse ingesegel myt witschop; es fehlt ihr daher insbesondere das Datum. Cleemann trafdasselbe ziemlich richtig, indem er das Jahr der Urkunde mit c. 1457 ansetzte.
109. d. d. Dobbertin 1458 März 19.
Otto von Schwerin und seine Frau Ilsebe, Henneke Gustevels Tochter,verkaufen dem Kloster Dobbertin für 340 Mark alle Anwartschaft und Gerechtigkeit anMestlin, Rüest, Hohen Entzin und Nigenhave, die sie von Henneke Gustevel theils schongeerbt theils noch zu erben haben, sowie alles, was in Zukunft von den übrigen Gustevelsdurch Erbschaft an sie gelangen würde.
1k Otte Zwerin unde Ilsebe myn elike husvrowe, Henneke Gustevelsdochter guder dagnisse, bekennen unde betughen apenbare vor alsweme in dessemeunseme breve, dat wy myt unsen rechten erven myt gantzeme guden willen na radeunser erven unde vrund hebben vorkofft unde vorlaten unde noch jegenwordigen vor-kopen unde vorlaten in crafft desses brevesz to eyneme erfliken koften kope tho ewigentyden deme werdighen heren her Nicoiao Beringer praveste unde den innigen an godErmegarde unde Katerinen prioren unde der gantzen samelinghe to Dobbertin undeeren Steden nakamen allen unsen anval unde rechticheit geistlik unde werlik, de unsangestorven ys unde noch ansterven mach van Henneke Gustevels wegen to Mestelin,
') Das Siegel ist nicht mehr vorhanden; vermuthlich wurde es abgenommen sowie auch die Urkunde selbst durchzwei Querschnitte cassirt zum Zeichen, dass die vorbehaltene Einlösung später wirklich stattgefunden habe.