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2 (1878) Biographische Nachrichten über das Geschlecht von Schwerin
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um dort auf einer Universität zu studiren. Hier lernte ihn der Kurfürst Maximilian Emanuel von Baiernkennen und nahm ihn 1693 in seine Kriegsdienste. 1701 stand Dietrich Engelbert als Unter-Lieutenantim Regiment Tattenbach; er begleitete den Kurfürsten auf allen Feldzügen und machte somit auch denspanischen Erbfolgekrieg und die Türkenkriege mit. Er starb als Capitain im Regiment Kurprinz 1 ' 1736zu Ingolstadt in Baiern.

In den Niederlanden hatte er sich vermält mit Maria Anna von Hoezmann zu Wellen, ältesterTochter des Gutsbesitzers Hermann von Hoezmann zu Wellen im Luxemburgischen.

4. Claudius Michael Engelbert.

17181770.

(Sohn von No. 3, Vater von No. 5 bis 8.)

geboren mitten im Schlachtgetümmel zu Neuhäusel in Ungarn am 25. Juni 1718, von seinem Vater zumKriegsdienst erzogen, trat beim Regiment Kurprinz in Baiersche Dienste und starb als Oberstlieutenantim genannten Regiment 1770 zu Ingolstadt.

Vermält mit Marianne Juliane Oesterreicher, welche als Wittwe 2 ' am 12. December 1775 zuIngolstadt starb. Sie hatte 5 Kinder, darunter 2 Söhne geboren. 3)

5. Maria Anna Johanna.

17501794.

(Aeltere Tochter von No. 4.)

geboren zu Ingolstadt 31. März 1750, hielt sich nebst ihrer Schwester (No. 6) 1794 im Kloster Seligen-porten auf und erhielt Pension vom Kurfürstlichen Hofzahlamte.

6. Maria Anna Josepha.

17581794.

(2. Tochter von No. 4.)

geboren 29. Juni 1758, lebte 1794 im Kloster Seligenporten.

7. Freiherr Joseph Engelbert Claudius.

17621835.

(Aelterer Sohn von No. 4, Vater von No. 9 und 10.)

geboren zu Ingolstadt 15. Februar 1762, studirte 1773 und erwarb 1779 den Grad als Doctor philo-sophiae, widmete sich dem Bergfach und stand als Bergrath in Preussischen Diensten, aus welchen eraber 9. December 1802 auf sein Ansuchen verabschiedet wurde, um wieder in Baiersche Dienste zu treten.Hier wurde er Königl. Kämmerer und Geheimer Rath, sowie Vorstand der General-Bergwerks-Administration, auch Generaldirector der Porzellan-Manufactur und der Gewehr-Fabrik; ward auchRitter des Civil-Verdienst-Ordens der Baierschen Krone, und 20. Februar 1813 vom König Maximilian Ivon Baiern in den Freiherrnstand erhoben. 4 ) Er starb im Ruhestande zu Hanzendorf bei Regensburgam 14. Mai 1835.

1) In Baierschen Armeelisten findet sich sein Name Schwering geschrieben, welche Schreibweise auch später in einem Er-

lasse des kurfürstlichen Hofkriegsrathes, die verwittibte Obristleuthenantin Juliana von Schwering betreffend, gebraucht wird, währenddiese Wittwe selbst (No. 4) sich von Schwerin unterzeichnet. 2) Vgl. Anm. 1. 3) Uns sind nur die 4 auf der Stammtafel ver-

zeichneten Kinder bekannt. 4) U. B. II. 727. Eine Abbildung des Wappens bei Bagmihl, Pomm. Wappenb. III. Tab. XXVII;

Wappenb. des Königr. Baiern IV. 10.

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