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2 (1878) Biographische Nachrichten über das Geschlecht von Schwerin
Entstehung
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insbesondere die Schlachten bei Chotusitz (1742), Hohenfriedberg und Soor (1745), mit Auszeichnung mitund erhielt 1748 als Rittmeister den Orden pour le merite. 1750 nahm er den Abschied als Majorund lebte zu Rietschütz. Er starb an der Gicht 7. Februar 1776 zu Walsleben und ward zu Rietschützbeigesetzt.

Vermalt zu Berlin 25. October 1747 mit Agnes Charlotte Christiane Wilhelmine Frei invon Schmettow, Tochter des Königl. dänischen Oberstlieutenant von der Kavallerie, Friedrich WilhelmFreiherrn von Schmettow und der Anna Christiane geb. von Rosenberg a. d. H. Günschwitz. Sie war 17. Ja-nuar 1712 geboren, seit 1738 Wittwe des Kammerherrn Friedrich Amadeus Freiherrn von Schmettow aufHeckendorf, erbte von ihrem Vater die Güter Rietschütz, Schabitzen und Ilgowitz im GlogauerKreise in Schlesien, auf deren Einkünfte sie kinderlos 1 ) am 6. Mai 1782 das Fräuleinstift zuRietschütz begründete, 2 ' und starb zu Rietschütz 18. März 1796, im Alter von 84 Jahren.

33. Graf Leopold Ferdinand.

1716 1757.

(4. Sohn von No. 24 [1. Ehe], Vater von No. 43 bis 45.)

geboren zu Berlin 22. December 1716, war Königl. Preuss. Lieutenant 3 ' und als solcher 19. August 1736zum Ritter des Johanniter-Ordens geschlagen. Er erwarb später die Güter Trebschen und Rade-wisch im Kreise Züllichau, 4 ' legte dort vermuthlich das Vorwerk Henriettenthal an, und starb zu Berlin18. November 1757.

Vermält zu Dierdorf 5 ' 29. Mai 1752 mit Henriette Sophie Amalie Gräfin zu Wied, Tochter desregierenden Grafen Johann Ludwig Adolf zu Wied-Runckel und der Christine Luise geb. Gräfin von Ost-friesland, Erbin der Grafschaft Crichingen. 6 ' Sie war geboren 20. Februar 1731 und starb als Wittwe zuWetzlar 24. Februar 1799.

34. Graf Eugenius.

1717 1769.

(5. Sohn von No. 24 [1. Ehe].)

geboren 1717, nahm 1765 den Abschied als Königl. Preuss. Regierungs-Präsident und Hofrichter,auch Kriegs- und Domänen-Rath bei der Kammer zuGlogau; ward Landeshauptmann der FürstenthümerNeisse und Grotkau, sowie General-Oberkammer-Administrator des Fürstbischofs von Breslau, und starban einer anhaltenden Hypochondrie 27. August 1769 zu Carwinden; wurde zu Deutscherdorf, später zuWildenhoff beigesetzt.

Er war seit dem Mai 1758 in kinderloser Ehe vermält mit Elisabeth Caroline Wilhelmine Freiinvon Schütz, verwittweten von Gfug, welche im Alter von 52 Jahren am 30. März 1767 zu Berlin starb.

35. Graf Wilhelm Carl Aemilius.

1727 1789.

(6. Sohn von No. 24 [2. Ehe].)

geboren zu Walsleben 6. October 1727 nach dem Tode des Vaters, ging in holländische Dienste, stand1766 als Capitain bei der Leibgarde der Hundert - Schweizer des Erbstatthalters, war 1774 Oberst-

1) Zwei Söhne waren in früher Kindheit gestorben. 2) Dasselbe war zunächst zum Unterhalt von fünf adeligen Fräulein

bestimmt, und sind zum Eintritt die Familien Schmettow und Schwerin nach dem Verwandtschafts-Grade mit der Stifterin oderderen Gemal berechtigt. Mit der Verheirathung hört der Genuas der Stiftung auf. Stiftsverweser ist gegenwärtig (1877) der

Graf Bernhard von Schmettow, Majoratsherr auf Pommerzig. 3) Dienemann und Hasse, Nachrichten vom Johanniter-Orden, Berlin

1767, S. 168. Bei welchem Eegiment er gestanden, ist nicht ermittelt worden; vielleicht beim Infanterie-Regiment Bevern

No. 7. 4) Dieselben waren 1724 im Besitz der Familie von Dielitzsch zu Ostritz. 5) Im Kreise Neuwied. 6) Deren Mutter» war Marie Charlotte geb. Prinzessin zu Ostfriesland, welche ihrerseits den Fürsten Albert Ernst zu Oettingen (16421683) zum

Grossvater von mütterlicher Seite hatte. Vgl. bei No. 44 die betreffende Anmerkung.