ment nach Berlin versetzt. 1735 nahm er den Abschied, ward darauf Hof- und Legationsrath, auchKöniglicher Kamm er he rr, und ging im März 1736 als ausserordentlicher Gesandter und bevollmächtigterMinister an den Königlich dänischen Hof nach Kopenhagen. Er führt seitdem das Prädikat Excellenz.Seit dem 16. August 1731 zum Kitter des Johanniter-Ordens geschlagen, wurde er 17. Juli 1782 dessenresidirender Comthur zu Werben. Sein Bildniss, in Oel gemalt, befindet sich im Johanniter-Ordens-Schlosse zu Sonnenburg.
Schon 1727 war er durch den frühen Tod seines Vaters Erbkämmerer geworden und in den Besitzder Majorats-Herrschaften Walsleben mit Katerbow und Wildenhoff, sowie des BerlinerHauses gekommen. 1 ) Letzteres bewohnte er lange Zeit und machte ein grosses Haus aus, verkaufte esaber 1762 mit Königlicher Genehmigung für 30,305 Thaler an den Kaufmann du Plantier. 2 '
In der zu den Wildenhoffschen Gütern gehörigen Stadt Landsberg, deren Lehnsherr er war, baute er1780 das schon früher gestiftete Gräflich Schwerinsche Hospital, welches auf 16 Personen eingerichtet undu. A. auf das Gut Zandersdorf fundirt war, neu auf. 8 '
Auf die Nothhausenschen Güter hatten seine Curatoren nach dem Tode seiner Grossmutter (No. 4)1731 für ihn Ansprüche erhoben. Dieselben wurden 1735 verkauft.
Er starb nach langem Podagra-Leiden 18. December 1787 zu Berlin, im Alter von 77 Jahren, undward zu Walsleben beigesetzt. •
Zweimal 4 ) war er vermält: 1) 19. Januar 1738 mit Florentine Concordia von Schmieden,zweiten Tochter des Eathsherrn zu Danzig und Königl. Polnischen Burggrafen, Carl Gottfried von Schmiedenund der Concordia geb. Barthold. Sie war zu Danzig 27. Februar 1710 geboren und starb zu Danzig11. August 1777. Die Ehe wurde jedoch schon 7. März 1748 getrennt;
2) zu Pommerzig 21. November 1754 mit Friedrike Charlotte Bernhardine Gräfin von Schmettow,Tochter des Preuss. Staatsministers und Oberjägermeisters Grafen Gottfried Heinrich von Schmettow aufPommerzig und der Franzline Leopoldine Benjamine geb. Freiin von Schönaich; 5 ' geboren zu Pommerzig1. November 1739, gestorben am Schlagfluss 17. December 1772 zu Walsleben und daselbst beigesetzt.
30, Gräfin Sophie Caroline.
1712 — 1713.
(Aelteste Tochter von No. 24 [1. Ehe].)
geboren zu Berlin 20. Juni 1712, gestorben daselbst 2. Juni 1713, beigesetzt in Walsleben.
31. Gräfin Dorothea Luise Albertine.
1713—1787.
(2. Tochter von No. 24 [1. Ehe].)
geboren zu Berlin 12. August 1713, vermält zu Wolfshagen 30. November 1752 mit Carl Florus Reichs-Burggrafen und Grafen zu Dohna, Erbherrn aufSchlodien und Carwinden (f 1765), als dessen Wittwesie 22. November 1787 zu Schlodien starb.
32. Graf Friedrich Alexander.
1714—1776.
(3. Sohn von No. 24 [1. Ehe].)
geboren zu Berlin 21. October 1714, trat 1734 bei dem sogenannten gelben Reiter-Regiment*) in Dienst,ward 17. August 1736 Ritter des Johanniter-Ordens, machte die beiden ersten schlesischen Kriege,
1) Ihm wurde von seinen Brüdern die Majorats-Qualität bestritten und hatte er dieserhalb verschiedene Prozesse. 2) Das
Haus, Molkenmarkt No. 3, gehört jetzt zum Königl. Polizei-Präsidium. 3). Chronik der Stadt Landsberg. — Nicht zu verwechseln
mit Alt-Landsberg. 4) Nach dem Genealog. Archivarius 1736 hatte er sich bereits im Februar 1736 mit der sechsten Tochter
des General-Feldmarschalls Friedrich Wilhelm von Grumbkow vermält. In den Familien-Nachrichten aber ist Nichts darüber auf-
gefunden worden. 5) Diese war eine Tochter von No. 22. 6) Regiment Kronprinz zu Pferde, Kürassiere No. 2. — Vgl. Taf. XV. 9.
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