Philipp Julius starb 28. Juni 1685. Seine hinterlassenen 4 Söhne werden urkundlich 2 ) als solchegenannt. Drei derselben stifteten die Linien Wopersnow, Eehberg und Wisbur.
Yermält 3 > war er mit Gertrud Dorothea von Schwerin (Taf. XIII. 13), geboren 1. Juni 1640,gestorben 7. November 1690, Tochter des Jacob von Schwerin auf Cummerow und Ihlenfeld und der Elisa-beth geb. von Cossboth.
Die Kirche in Ihlenfeld besitzt einen massiv silbernen und vergoldeten Kelch mit der Umschrift:Philipp Julius von Schwerin. Gertrut Dorothea von Schwerin haben diesen Kelch zu Gottes Ehren in derIhlenfeldischen Kirche verehret. 1669.
6. Christoph Hugold.
1619 — 1638.
(4. Sohn von No. 2.)
geboren 2. Januar 1619, ertrank auf der Jasmundischen Fähre 13. Juli 1638 und wurde 22. August zuZirckow auf der Insel Rügen begraben.
7. Heinrich.
1620.
(5. Sohn von No. 2.)
geboren 3. November 1620, ist in seiner Jugend am Fleckfieber gestorben.
8. Bogislav.
1622 — 1678.
(6. Sohn ron No. 2.)
geboren auf dem fürstlichen Amtshause zu Ueckermünde 22. Juni 1622, und vom Herzog Bogislav XIVvon Pommern-Stettin, dem Letzten des alten Pommerschen Herrschergeschlechtes, aus der Taufe gehoben, 4 )ward 17. Juli 1635 auf der Universität Greifswald eingeschrieben und studirte auch dort 1637. In diesemJahre aber ward er, sowie sein älterer Bruder Otto (Taf. XVIII. 1), wegen der Kriegsunruhen 5 > überStralsund nach Königsberg geschickt, wo sich zu der Zeit der Kurbrandenburgische Hof aufhielt. Währendnun Bogislav seine Studien dort fortsetzte, trat er zugleich als Hofjunker (Kammerjunker) in den Dienstdes Kurfürsten Georg Wilhelm, welchen er 1638 nach Berlin und dann wieder zurück nach Preussen be-gleitete. Als dort der Kurfürst 1. December 1640 starb, trat er in das gleiche Dienstverhältniss zu demneuen Kurfürsten Friedrich Wilhelm und wird späterhin stets dessen Kammerherr (Kämmerer)genannt.Mit Urlaub aber begab er sich zunächst auf die — damals bei jungen Leuten seines Standes zu ihrerAusbildung übliche — grössere Reise. Er ging über Hamburg und Bremen durch Ostfriesland, Hollandund Seeland nach Paris, wo er längere Zeit verblieb und die — zu jener Zeit in Frankreich fast wissen-schaftlich betriebene — Reitkunst bei dem berühmten del Campo erlernte. Hier erbot sich auch derfranzösische Marschall Graf Josias Rantzau, ihn in Kriegsdienste nach Flandern mitzunehmen; Bogislavjedoch hatte sich schon dem Herzog Christian Ludwig zu Meklenburg, dessen Regiment in französischenDiensten stand, verpflichtet, machte daher unter dessen Kommando den französischen Krieg gegen dieSpanier in Holland mit und war insbesondere 1646 bei der nur 7tägigen Belagerung von Dünkirchen zu-
1) U. B. II. 653. 2) U. B. II. 653. Vgl. auch U. B. II. 688. 3) Vgl. Taf. XIII. 13. Das Jahr der Vermälung wirdverschieden angegeben. Von der dritten Tochter dieser Ehe (No. 16) heisst es, dass sie bereits 1653 geboren ist und alsGeburtsjahr ihrer Mutter wird doch 1640 genannt. Es ist nicht gelungen, den Irrthum in diesen Angaben aufzuklären. Vgl.auch Anm. 1 zu Taf. XX. 1. 4) Nach einer eigenhändigen Aufzeichnung seines Vaters. Vgl. Anm. 1 auf S. 291. 5) 1637starb Herzog Bogislav. Schweden hielt während des 30jährigen Krieges die Pommerschen Lande besetzt und machte sie demHause Brandenburg streitig. 6) Vgl. U. B. II. 619, 632, 645, 648 u. a.
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