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2 (1878) Biographische Nachrichten über das Geschlecht von Schwerin
Entstehung
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Otto's Bildniss, in Lebensgrösse in Oel gemalt, befindet sich im Schlosse zu Wolfshagen und ist dasälteste bekannte Familienbild der Schwerine.

Vermalt hatte sich Otto 12. Juli 1612 auf dem fürstlichen Hause zu Wolgast mit Dorotheavon Weissbach, geboren 1592, gestorben 1651, Tochter des Kurfürstlich Sächsischen Stallmeisters undHauptmanns zu Kohlbart, Joachim von Weissbach, Erbherrn auf Elster und Trebnitz, und der Anna Catha-rina geb. von Stetten a. d. H. Kocherstetten in Franken, vormals Fürstl. Pommerschen Hofmeisterin.

3. Hans Joachim.

16131637.

(Aeltester Sohn von No. 2.)

geboren 11. September 1613, x ) ward 1627 Fähnrich unter den Pommerschen Landvölkern und starb 1637 alsCapitain im Regiment des Grafen Hans Jacob zu Thum.

4. Freiherr Otto.

1616 1679.

(2. Sohn von No. 2.)

Stifter der Linie Alt-Landsberg. (Taf. XVIII.)

(Siehe Taf. XVIII. 1.)

Die Linie Alt-Landsberg hat sich in die Linien Walsleben (ebenfalls auf Taf. XVni.) und Wolfs-hagen (Taf. XIX.) getheilt.

5. Philipp Julius.

1617 1685.

(3. Sohn von No. 2, Vater von No. 10 bis 16.)

geboren z« Hagen 18. Februar 1617 und vom Herzog Philipp Julius von Pommern-Wolgast aus der Taufegehoben, widmete sich der Landwirtschaft und lebte auf seinen Gütern, meistens in Ihlenfeld. Er hatte1652 aus der väterlichen Erbschaft in Folge der Theilung mit seinen Brüdern 2 ' Wittstock und Neuen-dorf erhalten. Dazu kaufte er, gemeinsam mit seiner Frau, das Gut Ihlenfeld in Meklenburg von seinemSchwager Joachim Felis von Schwerin (Taf. XIII. 11). Endlich kam er 1678 durch den Tod seines Bru-ders Bogislav (No. 8) an dessen neu erworbenen Gütern ihm schon vorher die gesammte Hand ertheiltwar, 3 ' und welche er nun nach den Bestimmungen des betreffenden Testaments 4 ) mit seinem Bruder Otto(Taf. XVIII. 1) theilte, wobei er die gesammte Hand auch an den diesem zugefallenen Gütern behielt 6 »in den Besitz der Güter Mocker, Steglin, Wisbur mit Antheil Seidel, Wopersnow und Lieps, mitwelchen beiden letzteren er 1682 ausdrücklich belehnt wurde. 6)

Seine altväterlichen Lehen in Vorpommern empfing er 1673 7 'und ward ihm auch 1676 bei der Ver-leihung des wiedereroberten Hauses Spantekow Seitens des grossen Kurfürsten von Brandenburg an seinenBruder Bogislav die Mitbelehnung ertheilt. 8 ) 1653 stimmte er dem Vertrage zu, welchen sein BruderBogislav und Anton Dettlof von Schwerin (Taf. X. 8) in Betreff der von Lindstedtschen Besitzungen zuAltwigshagen und Wittstock abschlössen, 9 ) und cedirte 1654 seinem Bruder Bogislav 10 ' sein Anrecht aufdas, seinem Bruder Otto zugefallene väterliche Erbtheil, auf welches dieser gegen eine Geldabfindungverzichtete.

1) Nach der eigenhändigen Aufzeichnung seines Vaters. Vgl. Anm. 1 auf S. 291. 2) U. B. II. 610. 3) U. B. II. 622,648, 653. 4) U. B. II. 647. 5) U. B. II. 649. 6) ü. B. II. 653. 7) U. B. II. 642. 8) U. B. II. 645. 9) U. B. II. 611.10) U. B. II. 612.

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