10. Johann.
(Aeltester Sohn von No. 5.)
wird unter den von seinem Vater Unterlassenen drei Söhnen als der älteste aufgeführt. 1 ' Weitere sichereNachrichten sind über ihn nicht erhalten. Indessen wird aus jener Zeit ein Hans von Schwerin von derCurländischen Linie erwähnt, welcher mit Elisabeth von Fircks, die nachher Gerhard von Nolde hei-rathete, vermält war. Vielleicht ist dieser Hans mit dem in Rede stehenden identisch, doch kann es frei-lich auch der unter No. 1 erwähnte Sohn von Jacob (No. 1) gewesen sein.
Da die väterlichen Güter in den Besitz seines Bruders (No. 11) übergingen, so ist nur anzunehmen,dass entweder Johann bald nach dem Vater verstorben ist, oder aber, dass er — als sein Vater nachAlschwangen zurückkehrte — in Polen verblieb, woselbst er vielleicht in Königlichen Diensten stand. Wirvermuthen das Letztere 2 ) und glauben, dass der zu Ende des 18. Jahrhunderts — nach der ersten TheilungPolens — in der Preussischen Armee dienende katholische und aus Polen gebürtige Schwerin 3 ' einNachkomme, vielleicht ein Enkel, Johanns gewesen ist. Von diesem Letztgedachten erfahren wir Folgendes:Joseph von Schwerin, der Sohn eines Polnischen Capitains, war im Januar 1766 geboren, trat1779 bei dem Eegiment Alt - Bornstedt (später Graf Kunheim) No. 1 zu Berlin in Preussische Dienste,ward im Mai 1783 Fähnrich mit einem Patent vom 17. Juni 1782, ward 7. Juli 1784 Seconde-Lieutenant beim Infanterie-Eegiment von Voss No. 11 zu Königsberg, 1791 zum Depot-Bataillon desBegiments Alt-Schwerin No. 52 4 > nach Preussisch-Eylau versetzt, 1793 Premier-Lieutenant, 30. October1798 Stabs-Capitain beim 3. Musketier-Bataillon, Regiment No.. 52 (nunmehr v. Reinhardt) zu Lyck,1808 Capitain und Chef der Garnison-Kompagnie des 6. Infanterie-Regiments (früher No. 52); nahm1814 den Abschied mit Pension und starb im selben Jahr. Von etwaigen Nachkommen ist Nichts be-kannt geworden.
11. Georg Jacob.
1633 — 1677.
(2. Sohn von No. 5, Vater von No. 13 und 14.)
war Königlich Polnischer Oberst und Kammerherr des Königs Wladislaw VII. Sein Vater trat ihmschon 1633 die Herrschaft Alschwangen ab, zu welcher derzeit die Güter Bassen, Neuhof, Adsen,Guddeneeken, Blinten, Grawern und Felixberg gehörten. Aus der Erbschaft seiner Mutter erhielt er dasGut Gentiiiski in Polen. Er starb 1677.
Vermält seit 1644 mit Euphrosyne Prinzessin von Sanguszka, Tochter des Fürsten RomanSanguszko, Woywoden von Witepsk, und der Fürstin Hedwig geb. Prinzessin Radziwill a. d. H. Birsen.
12. Samuel Christoph.
1663.
(3. Sohn von No. 5.)
besass 1663 von den Alschwangenschen Gütern Guddeneeken und Bassen, war Domprobst von Sem-gallen und bestimmte sein Erbtheil zur Fundirung dieser Prälatur.
13. Johann Felix.
1677.
(Sohn von No. 11, Vater von No. 15 bis 18.)
erbte 1677 von seinem Vater die Herrschaft Alschwangen und war vermält mit Hedwig Narnszewicz,welche sich nach seinem Tode mit Wilhelm von Plater wieder vermälte.
1) So vom Baron v. d. Kecke und vom Grafen von Taczanowski a. a. 0. 2) Auch Adelung - Sprengel, Mscpt., a. a. 0.
aagt: Diese Schwerinsche Linie ist in Curland erloschen oder wenigstens in seiner späteren Descendenz in Russland oder Polen
verschollen. 2) Ausser dieser Curländischen ist nur noch die Baiersche Linie (Taf. XXII.) der Schwerine katholisch. Schwerlich
aber gehört Joseph dieser letzteren an, deren Descendenz ziemlich fest steht und welche gar keine Beziehungen zu Polen auf-weist. 4) Vgl. Taf. XII. 4.
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