6, Ulrich Claus.
1694.
(4. Sohn von No. 1.)
war 1(594 Lieutenant in Kurbrandenburgischen Dienstenund soll als Hauptmann — vor seinemYater — gestorben sein.
7. Helene Catharina.
1(578 — 17 1 0.
(2. Tochter von No. 1.)
getauft zu Busow 27. August 1G78, vermalt 17. October 1710 mit dem Lieutenant Friedrich Lüb-becke.
8. Friedrich Leopold.
1699—1750.
(Aeltester Sohn von No. 5.)
geboren zu Halberstadt 1699, wurde von seinem Yater frühzeitig mit ins Feld genommen, trat 1715 beidem früher von seinem Yater commandirten Eegiment Alt-Anhalt zu Halle in Dienst, wohnte noch in jenemJahr der Belagerung von Stralsund im nordischen Kriege bei, und ward 11. August 1716 zum Fähnrichbefördert. Im Lehnbrief von 1723 2) wird er bereits als Kapitain aufgeführt; der Lehnbrief von 1741 3 >bezeichnet ihn als Major und abwesend-, es war zur Zeit des ersten schlesischen Krieges, in welchem erinsbesondere in der Schlacht bei Mollwitz (10. April 1741) kämpfte, und während dessen er Oberst-lieutenant wurde. Am 5. August 1743 wurde er Oberst, 4 ' nahm 1744 an der Belagerung von Pragund 1745 an den ruhmreichen Schlachten des zweiten schlesischen Krieges, bei Hohenfriedberg (4. Juni),Soor (30. September) und Kesselsdorf (15. December), Theil. In der letzteren, unter dem Oberbefehl desberühmten Chefs des Regiments, des Fürsten Leopold von Anhalt - Dessau, über die verbundene öster-reichische und sächsische Armee so glorreich gewonnenen Schlacht, wurde Friedrich Leopold schwer ver-wundet, durch den Leib und einen Ann geschossen. Er erhielt den Orden pour le merite und im selbenJahr 5 ' noch das Württembergsche Regiment No. 46, 6) welches damals zu Berlin in Garnison stand. 1746verlieh ihm der König, an Stelle der bisher gehabten Drostei Goch im Cleveschen, die Amtshauptmann-schaft zu Driesen. 1747 ward er Generalmajor und im Juli 1748 auch zweiter Director des BerlinerServis-Wesens. Im December 1749 erhielt er eine Präbende bei dem Collegiatstifte St. Sebastian inMagdeburg.
Er starb unverheirathet zu Berlin im 51. Lebensjahre am 30. Mai 7 ' 1750.
Der 1720 von seinem Grossvater (No. 1) ererbte Besitz in Busow, zu dem er 1724 mit seinemBruder gemeinsam weitere Antheile gekauft hatte, ging an diesen Bruder (No. 9) über. 8 '
1) Im Regiment Württemberg No. 46, wie berichtet wird, kann er nicht gedient haben, da dasselbe erst 1743 er-
richtet wurde. Vgl. No. 8. 2) U. B. II. 695. 3) U. B. II. 709. 4) Wie im Jahr 1743 der Oberst von Schwerin in Halle
die Anstellung eines Feldpropstes vermittelte, davon erzählt ein Aufsatz: Wie ein Magister der Philosophie Königlicher Feld-
propst geworden ist, abgedruckt in der Sonntags - Beilage zur Neuen Preussischen (Kreuz-) Zeitung vom 10. October 1875.
5) Nach der Eangliste der Preussischen Armee von 1783. 6) Später Regiment von Thile in Warschau. 7) Andere Nach-
richten nennen 8. März. — Eine kurze Biographie steht im Militärischen Pantheon, Berlin 1797, 3. Theil. S. 468. 8) Actaim Magdeburger Provinzial-Archiv, betr. Erzstift Magdeburg, Nachtrag No. 247, enthalten Nachrichten von einem Besitzdes Generals aus dem Jahr 1726 zu Ermsleben im Mansfelder Gebirgskreise, den derselbe später vermuthlich wieder ver-äussert hat.
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