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2 (1878) Biographische Nachrichten über das Geschlecht von Schwerin
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dienste; stand 1687 als Lieutenant beim 2. Bataillon des Regiments Graf Friedrich Dönhoff, 1 ) focht mitden Brandenburgischen Hülfstruppen unter dem Prinzen Eugen in Ungarn, ward in der Schlacht bei Salan-kamen (Slankament) 9./19. August 1691 verwundet und am 18. November j. J. wegen der erwiesenen valeurund tapfferkeit^ zum Capitain befördert. Auch 1693 und 94 kämpfte er wieder in Ungarn, war bei derBelagerung von Belgrad und nahm 11. September 1697 an der entscheidenden Schlacht von Zenta Theil,nach welcher Prinz Eugen den Kurbrandenburgischen General, Freiherrn Otto von Schlabberndorf, mit denWorten umarmte: Lieber Herr General, Gott, Ihm und Seiner angeführten Truppen Tapferkeit haben wirdiesen Sieg zu danken.

Jacob Heinrich starb am Stickfluss in der Garnison zu Insterburg im Juli 1702.

3. Curd Dettlof.

(2. Sohn von No. 1 [1. Ehe].)

starb als Kind.

4. Ilsabe Agnes.

1664.

(Aelteste Tochter von No. 1 [1. Ehe].)

getauft zu Busow 30. November 1664.

5. Johann Georg.

16681712.

(3. Sohn von No. 1 [1. Ehe], Vater von No. 8 und 9.)

gewöhnlich Hans Jürgen genannt, geboren zu Busow 3. Mai 1668, trat beim Infanterie-Regiment KurfürstinDorothea 3 ) in Kurbrandenburgische Dienste, war mit dem Regiment 1686 in Ungarn, 1689 am Rhein undspäter in Holland, stand 1694 als Kapitain und Chef der 5. Kompagnie zu Wesel in Garnison. Am6. September 1703 ward er als Oberstlieutenant zum Regiment Anhalt-Dessau No. 3 4 > versetzt, welchesam spanischen Erbfolgekrieg Theil nahm und am 13. August 1704 unter dem Prinzen Eugen in der be-rühmten Schlacht bei Hochstädt focht; 1705 marschirte das Regiment nach Italien, kämpfte 16. Augustbei Cassano, 1706 bei Calcin afo* und Turin, und stand 1707 vor Toulon. Bald nachher wurde Hans JürgenObeTsTTdes Alt-Anhalt'schen Regiments, auch Amtshauptmann zu Belgard und endlich Brigadier vonder Infanterie. Nach einigen Nachrichten soll er auch Kommandant von Magdeburg 5 ) gewesen sein, indessbezieht sich das wol nur auf ein vorübergehendes Dienstverhältniss. Er trat zur reformirten Kirche überund starb 5. Juni 1712 zu jf alberstadt, woselbst sich in einer Kirche sein Leichenstein, mit Wappen undKriegs-Emblemen geschmückt, befindet.

Da sein Vater ihn überlebte, so gelangte er nicht in den Besitz von Busow, bei dessen einen An-theils Erwerbung durch seinen Vater er, mit diesem zugleich, auf sein Lehnrecht an Cummerow ver-zichtet hatte. 6 )

Seine Söhne werden im Lehnbrief von 1723 urkundlich 7 ) als solche genannt.

Vermält mit Maria Esther von Dockum, Tochter des Martin Arnd von Dockum aus dem Herzog-thum Geldern und der Magdalene Esther geb. von Loe von Oldenpiel. Dieselbe erscheint 8 ) noch 1733 alsPathe ihrer Enkelin Luise (No. 10) und 1734 als Pathe ihres Enkels (No. 11).

1) Früher Regiment Bogislav von Schwerin (Taf. XVII. 8). 2) Worte des Patents. 3) Das Regiment hatte später den

Markgrafen Christian Ludwig zum Chef und war 1806 Regiment v. Owstien No. 7 zu Stettin. 4) Regiment Alt-Anhalt, später

v. Renouard. 5) Als solcher wird er in der Biographie seines Sohnes (No. 9) im Militärischen Pantheon, Berlin 1797, 3. Theil,

S. 465 bezeichnet. 6) U. B. II. 682. 7) U. B. II. 695. 8) Nach Aufzeichnungen in der Hausbibel des Generals von Schwerin

(No. 9).

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