Er wurde 1804 zum Mitglied der Akademie der Wissenschaften ernannt und erlangte 1809 denGrad eines Doctör theologiae.
1812 besuchte er den Reichstag, woselbst er aber seinen Platz nicht unter den Geistlichen, sondernals Graf im Ritterhause nahm. In die Reihen der Opposition tretend, galt er für das Haupt der gegendas Ministerium strebenden Partei; er war Oppositionsmann in einem grossartigen Sinne. Sein feiner Tact,seine Geistesgegenwart und eine Beredsamkeit, die leere Phrasen verschmähte, aber Gefühl und Verstandkräftig und eindringend ansprach, errangen ihm einen bedeutenden politischen Einfluss. Dieser machte sichauch auf dem Reichstage von 1815 geltend. Auf diesem wurde er zum "Vorstände eines Ausschusses ge-wählt, welcher die Ursachen des gesunkenen gewerblichen Verkehrs zu untersuchen hatte, und er entwickeltediesen Gegenstand in einer Schrift, die grosses Aufsehen machte und deren Vorschläge angenommenwurden.
1817 erhielt er den Nordstern-Orden (das schwarze Band) und trat 1823 als Bevollmächtigter derReichsstände in die Direction der National-Bank, deren höchst verwickelte und schwierige Verhält-nisse auf die ausgezeichnetste Weise entwirrt und geordnet zu haben, zu seinen hervorragendsten Verdienstenzu zählen ist. Auch als Finanz-Schriftsteller leistete er Vorzügliches und seine Geschichte der Bank , welcheer 1828 schrieb, wird noch jetzt zu den bedeutendsten schwedischen Werken dieser Gattung gerechnet.
Rastlos tliätig blieb er bis zu seinem Tode, welcher am 9. April 1834 zu Stockholm erfolgte.
Der Probst war seit dem 17. September 1788 vermält mit Luise Charlotte af Petersens, einerToc hter des Kanzlisten Johann Abraham af Petersens auf Erstavik und der Eva Luise geb. Forbes afLund;sie war am 16. December 1767 geboren und starb am 20. Januar 1839.
34. Graf Curd Philipp Otto.
1795 — 1849.
(Aeltester Sohn von No. 30.)
geboren 15. Mai 1795, war 1818 Fähnrich in der Schwedischen Leibgarde, 1824 Lieutenant und nahm1829 den Abschied, als ihm durch den Tod seines Oheims, des Generals Grafen Philipp (No. 26), dieFideicommiss-Güter Fyllingarum, Sverkersholm, Borkhult mit Gobo, Odensgöhl, Ekhammarund Äketorp zugefallen waren, zu denen er 1843 von jenes Oheims Wittwe auch noch Husby erbte.
Er starb ohne Nachkommen am 27. Juli 1849 zu Söderköping und hinterliess die Borkhult'schen Güterseinem Bruder (No. 36), wogegen Husby, Fyllingarum und Sverkersholm in Folge des Wittwenbriefes(Ehevertrages) von 1844 seiner Wittwe verblieben. Diese ist Mathilde Christine Hagberg, welche 1818geboren, am 22. December 1844 sich vermälte, jetzt auf Husby bei Söderköping wohnt.
35. Gräfin Sophie Wilhelmine.
1798.
(Tochter von No. 30.)
geboren 29. April 1798, vermälte sich zu Stockholm 18. Juli 1823 mit dem Häradshöfding und Kammer-rath Sven Lorentz Theorell, welcher am 5. November 1784 geboren, am 15. December 1861 starb, undlebt als Wittwe in Stockholm.
36. Graf Adolph Henning.
1799.
(2. Sohn von No. 30.)
geboren 31. Mai 1799, trat als Fahnenjunker in die Schwedische Leibgarde, ward 1819 Fähnrich, 1826Lieutenant und Ordonnanz-Offizier des Königs Carl XIV Johann, 1832 Hauptmann im RegimentUpland und nahm 1836 den Abschied mit dem Charakter als Major und mit der Armee-Uniform; imselben Jahr ward er Kammerherr und Hofmarschall. Von seinem Bruder (No. 34) erbte er 1849 die
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