30. Graf Adolf Ludwig.
1759 — 1818.
(3. Sohn von No. 23, Vater von No. 34 bis 38.)
geboren 28. Januar 1759, trat 1773 bei der Leibgarde in Schwedische Kriegsdienste; ward 1774 Fähnrich,1777 Lieutenant, 1782 Stabscapitain, 1786 Hauptmann und Compagnie-Chef und 1788 Hofstall-meister der Königin Sophie Magdalene, des Königs Gustaf III Gemalin. 1788—90 machte er den Kriegin Finnland mit, zeichnete sich namentlich 1789 als Führer der Avantgarde bei Wärelä, am 3. Juli imTreffen bei Likala und am 1. September als Bataillons-Chef beim Bückzuge über Högfors aus, und erwarbsich den Schwertorden. 1792 ward er Major in der Svea-Leibgarde, 1793 Oberst in der Armee, 1794Kommandeur des Begiments Upland, 1799 General-Adjutant, 1805 Kommandeur des Schwertordens mitdem grossen Bande und 1810 Generalmajor. Als solcher starb er zu Westeräs in Westmanland am19. Februar 1818.
Er hatte sich am 2. März 1794 zu Jackarby in Finnland vermalt mit Margaretha CatharinaFreiin Bamsay, Tochter des Landhöfding Otto Wilhelm Freiherrn Bamsay und der Sophie Luise geb.Freiin Bamsay, welche am 30. November 1775 geboren, im hohen Alter von 83 Jahren am 29. Mai 1858zu Stockholm starb.
31. Freiherr Axel August.
1759 — 1760.
(4. Sohn von No. 23.)
geboren 12. December 1759, gestorben 16. September 1760.
32. Graf Carl Ulrich.
1762 — 1806.
(5. Sohn von Ho. 23.)
geboren 15. Juli 1762, ward 1774 Fähnrich in der Schwedischen Leibgarde, 1790 Kapitain, nahm 1795den Abschied und starb unverheirathet 14. Juli 1806.
33. Graf Fredrik Bogislaus.
1764—1834.
(6. Sohn von No. 23, Vater von No. 39 bis 47.)
geboren zu Stralsund 6. October 1764, trat in die Schwedische Armee und ward 1777 im Alter von 13 JahrenCornet im Westgothischen Kavallerie-Begiment; erhielt seine Bildung auf der Kriegs-Akademie zu Berlin,dann zu Upsala, endlich bis 1784 in Strassburg und bereiste dann die Schweiz, Frankreich und Holland.Gleich nach seiner Bückkehr in sein schwedisches Vaterland entschloss er sich, den Degen niederzulegenund sich dem geistlichen Stande zu widmen, in welchem ihm Aussicht auf schnelle Beförderung eröffnetward. Er studirte daher bis 1786 in Upsala Theologie und wurde auch sogleich noch in demselben Jahr,also im Alter von 22 Jahren, zum Königlichen Hofprediger ernannt. 1787 erlangte er in Göttingen diephilosophische Doctorwürde und wurde 1788 bereits Probst zu Sala, welche reiche Pfarre er biszu seinem Tode behielt. Seine Amtspflichten erfüllte er untadelhaft und in vieler Hinsicht musterhaft;hauptsächlich aber widmete er sich den wissenschaftlichen Arbeiten und zwar zunächst dem Studium derGeschichte, und veröffentlichte mehrere hervorragende Schriften. 1 )
1) So erschienen u. A. Ueber die Erziehung und allgemeine Cultur, darin eine treffliche Biographie des Bischofs Rudbeck;Grundlinien der Staatengeschichte , 1811; schwedische Uebersetzung aus Göthe's Gedichten in Atterboms Musen-Almanach; Beiträgezu der schwedischen Litteraturzeitung; 1815 begann er eine statistische Schrift: Bidrag tili faderneslandets kinnedorn; ferner eineperiodische: Läsning tili utbredande af medborgeliga kunskaper.