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2 (1878) Biographische Nachrichten über das Geschlecht von Schwerin
Entstehung
Seite
187
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von der Ritterschaft, welche 1486 zur Heerfahrt des Herzogs Bogislav X nach Braunschweig aufgebotenwurden. 1 ' In den betreifenden Urkunden sind alle Schwerine zu Spantekow nur summarisch aufgeführt. Per-sönlich erscheint Jasper in Urkunden nur als Bürge, 2 ' und zwar 1473 für seine Vettern Wolf und Oldwig(Taf. VII. 62, 63), 1475 gemeinsam mit seinem Bruder Hans Bone (No. 4) für Claus Voss zu Müggenburg,und 1481 für Claus Voss zu Lindenberg.

4. Hans.

1475.

(3. Sohn von No. 1, Vater von No. 5.)

zubenannt Bone , wohnte zu Spantekow und erscheint urkundlich 3 ' nur am 4. November 1475, gemeinsammit seinem Bruder Jasper und seinem Vetter Arnd (Taf. VII. 59), als Bürge für Claus Voss zu Müggenburg.Vermalt war er mit Anna (Catharina) von Born a. d. H. Pritzwalk. 4 '

5. Hans.

15041540.

(Sohn von No. 4, Vater von No. 6 bis 11.)

zubenannt Bone, und im Gegensatz zu Hans (Taf. VIII. 4), dem Bruder des Grosshofmeisters, als derAeltere® oder alte Hans bezeichnet, ist durch seine Söhne der nähere Stammvater der meisten jetzt nochblühenden Linien des Schwerinschen Geschlechts (Taf. X bis XXI). 6 ' Auf die gemeinsame Abstammungvon ihm begründete im Jahr 1833 bei der ßeluition von Spantekow seine Descendenz ihr nächstesAnrecht zu derselben. 7 '

Er wohnte anfanglich in Spantekow, 8 ' woselbst er vom Vater Besitz ererbt hatte. Diesen aber ver-tauschte er später an seinen Vetter Henning auf Spantekow (Taf. VIII. 2) gegen 9 Hufen in Wittstock, 9 'wozu er 4 weitere Hufen ebendaselbst von Oldwig (Taf. V. 54) kaufte. Von dem Letztgenannten erwarb erebenfalls durch Kauf einen Antheil anAltwigshagen (Hagen), 10 ' nahm darauf im dortigen Schlosse seinenWohnsitz und erscheint seit dem Jahr 1524 mit dem Zusatz: zum Hagen oder zu Altwigshagen erbgesessen.Seinen Grundbesitz daselbst erweiterte er der Art, dass er ausser einem ansehnlichen Theil von Altwigs-hagen selbst 11 ' als Zugehörungen Antheile an Demnitz, Luptz, Neuendorff, Ducherow, Willers-hagen, Boldekow, Aurose und Stretense besass; ausserdem gehörte ihm ganz Löwitz. 12 '

Schon früher, als er noch in Spantekow wohnte, war ihm 1504 die gesammte Hand an den Lehenseiner Vettern Henning und Joachim (Taf. VIII. 2, 3) verliehen und war er am 16. August 1505 vomHerzog Bogislav mit dem Besitzthum im Dorfe Cummerow belehnt worden, welches er für 850 Mark vonWerner Kaseke gekauft hatte. 13 '

1) U. B. II. 385. 2) U. B. II. 355, 361, 378. 3) U. B. II. 361. Vermuthlich gehört aber auch Hans, wie sein Bruder

Jasper, zu den U. B. II. 350 und 385 summarisch genannten Schwerinen zu Spantekow. Vgl. auch U. B. II. 332, 367.

Adelung-Sprengel, Mscpt., identificirt Albrecht (Taf. VII. 61) mit dem in Rede stehenden Hans vermuthlich deshalb, weil Ersterer

als Küchenmeister erscheint, welches Amt späterhin der Sohn dieses Hans, Hans (No. 5), ebenfalls beanspruchte. Doch deutetgrade der Umstand, dass es erst einer besonderen Vereinbarung Seitens jenes Hans (No. 5) mit seinen Vettern (Taf. VIII. 4, 5)dieses Ehren-Amtes wegen bedurfte, dahin, dass dasselbe nicht schon seinem Vater eigen gewesen ist. Auch sonst unterscheiden

sich aber Albrecht und Hans (No. 4) urkundlich als zwei verschiedene Personen. 4) Auf einem im Wildenhöfer Archiv be-findlichen Stammbaum, der vom 12. Juni 1651 datirt ist, steht bei Anna von Born: Welches Geschlecht nunmehr ausgestorben, und

dahinter die etwas unverständliche Notiz: N.B. diese ist's, so sich vom Hause Spandekow abtauschen oder abkauffen lassen. 5) U.

B. II. 456. 6) Von den gegenwärtig (1876) noch blühenden Linien stammen nicht von Hans Bone: Linie Stolpe (Taf. III)und die Linien Curtshagen und Stegeborg (Taf. VI); ob die Linie in Baiern (Taf. XXII) von ihm abstammt, ist nicht zuermitteln gewesen. 7) Vgl. Taf. VIII. 53, 54; Taf. XII. 11; XIV. 20; XXI. 15. Vgl. auch Th. I. über den SpantekowerProzess. Kunowski, Sammlung der wesentlichsten Actenstücke und Urkunden über die Reluition von Spantekow. In diesen

wird Hans Bone der Jüngere zubenannt im Gegensatz zu seinem Vater. 8) U. B. II. 420, 423. 9) Vgl. U. B. II. 536. Es ist

nicht ausdrücklich gesagt, dass er gegen Wittstock seinen Spantekower Besitz vertauscht habe; doch lässt darauf der Umstand

schliessen, dass wir späterhin weder ihn noch seine Söhne daselbst begütert finden, wogegen schon 1523 der Grosshofmeister

Ulrich und sein Bruder Hans (Taf. VIII. 4, 5) im alleinigen Besitz von ganz Spantekow erscheinen. 10) Vgl. U. B. II. 521.

Adelung a. a. 0. bemerkt: dieser Hans ist der Erste, so von den Spantekow sehen und Putzarschen Schwerinen nach Löwitz und Hagengekommen. 11) Ausser Hans Bone waren daselbst noch Joachim der Aeltere (Taf. V. 69) und auch die von Lindstedt begütert.

Vgl. U. B. II. 461. 12) Vgl. U. B. II. 456, 492, 521, 5ö8. 13) U. B. II. 420, 423.