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2 (1878) Biographische Nachrichten über das Geschlecht von Schwerin
Entstehung
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Seine Frau überlebte ihn. Wir erfahren das aus 3 undatirten Verschreibungen 1 ) von Dietrichvon Schwerins Witwe-, dieselbe verpfändete für 3850 Gulden an Bernd von Arnim, Joachim von Bredowund Georg von Arnims Erben das stucke lelmgutts, so von s(eligen) Bernd Schwerin angestammet; einefernere Yerschreibung an Bernd von Arnim lautet auf 1920 Gulden und die dritte an Johann Ludeken auf1000 Gulden.

8. Johann Dettlof.

1547 1550. .

(2. Sohn von No. 5.)

bezog 1547, gleichzeitig mit seinen Brüdern Dietrich und Ulrich, die Universität Greifswald, 2 ) und starb inseiner Jugend auf Reisen in Italien, vermuthlich im Jahr 1550.

9. Ulrich.

15471609.

(3. Sohn von No. 5, Vater von No. 17 bis 21.)

wird im Gegensatz zu seinem Vater bis zu dessen Tode, 1575, der Jüngere genannt; 3 ) vom Jahr 1590 abheisst er zur Unterscheidung von seinem gleichnamigen Sohn (No. 17) der A eitere. 4)

Er ist geboren 1536, 5 ) studirte 1547 zugleich mit seinen beiden älteren Brüdern in Greifswald undmachte dann, mit Zustimmung seiner Eltern, die Kriegszüge nach Frankreich (Hugenotten-Kriege) und gegendie Türken nach Ungarn mit, wobei er vornehme Stellen bekleidete, bis er mit Ruhm die Kriegsdienste nie-derlegte. f,) Er ging darauf in Meklenburgische Dienste, ward herzoglicher Bath und erscheint urkundlich 7 )am 1. April 1567 als herzoglicher Amtmann zu Alt-Stargard. Er muss schon damals, noch zu Leb-zeiten seines Vaters, eigenes Vermögen besessen haben; vielleicht dass er auf seinen Kriegszügen sich solcheserworben; denn er konnte dem Herzog Johann Albrecht II zu Meklenburg eine Summe von 10,000 Guldenleihen, für welche ihm der Herzog in der eben erwähnten Urkunde die Hälfte von Alt-Stargard verschriebund ihm eine jährliche Rente von 600 Gulden zahlte. Eine neue Verschreibung über weiter entliehene500 Gulden ertheilte ihm der Herzog am 17. April 1571. Die Zahlung der ganzen Schuld von nunmehr10,500 Gulden erklärte der Herzog noch am 8. April 1572 ihm, unmöglich und weil er auch auf das AmtStargard einen anderen Hauptmann ein Jahr lang bestellet, einigte er sich mit Ulrich dahin, dass jener dasGeld gegen einen jährlichen Zins von 630 Gulden mindestens noch zwei Jahre wollte stehen lassen, wogegenihm das Kloster Wanzka mit allen Einnahmen verschrieben wurde. 8 )

Etwa 10 Jahre verblieb Ulrich im Meklenburgischen Dienst und kehrte dann, wahrscheinlich 1575gleich nach dem Tode seines Vaters, nach Pommern zurück, woselbst ihm aus der väterlichen Erbschaftdie Güter Rehberg, Janow, Neuendorf, Zinzow, Borntin und ein Antheil an Hagen, sowie auchder, von seinem Grossoheim Henning stammende Antheil am Dorf Bollentin 9 ) zufielen. Am 14. Juli 1576empfing er, zugleich mit seinen Brüdern, zu Wolgast die väterlichen Lehen. 10 )

Im selben Jahre noch begann er auf Janow'schem Grund und Boden, nahe am Landgraben, auf demfesten Grunde eines inselartigen Horstes, mitten in einer sumpfigen Wiese, den Bau eines prächtigen undausgedehnten Schlosses, welchem er nach seiner Vollendung im Jahr 1579 den Namen Landskron bei-legte. Die Wahl dieses Namens wurde ihm am Pommerschen Hofe verargt und er gebrauchte daher diesemgegenüber die Ausflucht, dass er sein Schloss Lantzkrone benannt habe, weil er die Mittel zum Bau mitseiner Lanze sich erworben. Dem widerspricht aber die abschriftlich erhaltene Inschrift des über demSchlossthor mit den Bildnissen Ulrichs und seiner Gemalin angebracht gewesenen Steines, auf dem

1) Pomm. Prov. Acten. Copiar. Tit. III. 60a. Register II. lit. S. 2) Album der Universität. 3) U. B. II. 522, 539.4) 1590, 26. März heisst es von ihm itzo der Eitere. U. B. II. 562. 5) Auf der weiterhin erwähnten Inschrift über dem Schloss-thor zu Landskron heisst es von Ulrich, dass er seines Alters vierzig Jahr war, als er den Schlossbau begann. Letzteres aber ge-schah 1576. 6) Adelung-Sprengel a. a. 0. 7) U. B. II. 522. 8) U. B. II. 522, 539, 547. 9) Vom Dorf Bollentin, an welchemauch der Herzog Antheil hatte, besass Ulrich nach seiner eigenen Angabe in einem Schreiben an den Herzog d. d. Landskron15. Februar 1595 den alten Rittersitz, dazu drei ganze Theile mit Gerichten, Diensten, Holzungen und zu seinem Ritterhofe 10begadete Hufen, und über das Alles 5 Pflugdienste, eine gute Anzahl Hufen und 6 Kossäten darin. Pomm. Prov. Archiv. Wol-gaster Acten. 10) U. B. II. 546.

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