4. Werner.
1258 — 1284.
(3. Sohn von No. 1.)
Stifter der Spantekower Linie (Taf. VII.).
(Siehe Taf. VII. 1.)
5. Hermann.
1302 — 1332.
(Aeltester Sohn von No. 2, Vater von No. 9.)
war 1302 noch Knappe, 1319 und 1332 heisst er Ritter. 1 ) Im Jahre 1302 verpfändete ihm und seinemBruder Florin (No. 6) Petrus de Kamic 2 ) das Dorf Kamic (Kamik, Kamyke, Camminke) auf Usedoitffür 375 Mark Pfennige auf 6 Jahre. Die Pacht-Periode ging indessen nicht zu Ende; innerhalb derselbenkaufte das Kloster Pudagla das ganze Gut für den sehr ansehnlichen Preis von 800 Mark weniger 30 Pfen-nige slawischer Münze (1 Mark = 1 Thlr. 22 Sgr. 6 Pf.); die landesherrliche Bestätigung dieses Kaufeserfolgte am 27. October 1307. 3 )
Von seinem Vater her hatte Hermann mit seinen Brüdern Florin, Gerhard und Tammo (No. 6, 7, 8)Besitzthum in Cachlin auf Usedom; doch mussten sie Kraft des väterlichen Testaments daraus jährlich2 Mark an das Usedomsche Kloster zahlen, bis sie diese Abgabe mit 30 Mark würden abgelöst haben. 4 )Später trat Hermann in die Dienste des Bischofs von Cammin; am 7. Januar 1332 befand er sichmit diesem in der Stadt Colberg und diente ihm dort als Zeuge.
Für seinen Sohn halten wir Henning (No. 9), zum Unterschiede von dem gleichzeitig erscheinendenHenning (No. 10), einem Sohne Florins (No. 6).
6. Florin.
1302 — 1321.
(2. Sohn von No. 2, Vater von No. 10 und 11.)
war, wie sein Bruder Hermann, 1302 noch Knappe, urkundlich seit 1319 aber Ritter. 5 ) Er hatte Pfand-besitz in Camminke (Kamic) und eigenes Besitzthum in Cachlin. 6 ) Im Kampfe, den der PommerscheHerzog Wartislaw IV im Jahre 1321 gegen die Mark Brandenburg nach dem Tode des letzten ihrerHerrscher aus dem Askanischen Hause um den Besitz der Uckermark siegreich bestand, 7 ) verlor Florinvon Schwerin vor Oderberg einen Streitwagen im Werthe von 100 Mark. Sein Tod erfolgte vor dem7. April 1342, denn an diesem Tage heissen Henning (No. 10) und „sein Bruder" filii domini Florynmilitis pie memorie.
Wer dieser „sein Bruder" gewesen, dürfte aus einer im Jahre 1346 ausgestellten defecten Urkunde 8 )zu ersehen sein, wenn anders die von uns darin vorgenommene Ergänzung durch den Geschlechtsnamen„Schwerin" die richtige ist. Darnach würde Heinrich (No. 11) als zweiter Sohn Florins zu betrachten sein.
7. Gerhard.
1319 — 1323.
(3. Sohn von No. 2, Vater von No. 12.)
erscheint urkundlich 9 ' meist nur als Zeuge oder Bürge von 1319 bis 1323. 1319 war er noch Knappe,1320 Ritter; in einer Urkunde vom 8. November dieses Jahres zählt er mit seinem Vetter Heinrich vonder Altwigshagener Linie (Taf. V. 2) zu den Räthen des Herzogs Wartislaw IV von Pommern, und esgeschah auch sicherlich in dieser ihrer Eigenschaft, dass sie am 11. März 1321 mit noch neun Edelleutenden Rath zu Demmin ermächtigten, von der Abgabe, die dieser jährlich an den Herzog Wartislaw zuzahlen hatte, am nächsten Martinstage 285 '/ 2 Mark Pfennige für sich behalten zu dürfen.
1) U. B. II. 41, 64, 103, 104. 2) Petrus von Kamic (Kamik, Kamyke) vermuthlich ein Ahnherr des Geschlechts von Ka-
mecke. 3) Berghaus, Landbuch Th. II. I. Bd. St. 528. 4) U. B. II. 64. 5) U. B. II. 41, 64, 80, 125. 6) U. B. II. 64.
7) Schwartz, Pom. Lehn-Historie. S. 311. 8) U. B. II. 134. 9) U. B. II. 64, 66, 72, 74, 75, 76, 77, 83.
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