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ist. Gottfried hatte in der Verwaltung des Reichs den Segen genauerrechtlicher Bestimmungen und die Bedeutung des geschriebenen Rechtsschätzen lernen, und man wird nicht fehl gehen mit der Annahme,daß die beiden wichtigen Weistümer direkt auf seine Anregung zurück-zuführen sind.
Gottfried starb wahrscheinlich im ^ahr ^25H.') Seine GattinRichza überlebte ihn eine Anzahl von fahren; noch im ^ahr >2<>2wird sie genannt.") Die Ehegatten hinterließen drei Söl^ne^ Albert,Kraft und Konrad, sowie zwei Töchter, Kunigunde und Agnes. Gott-frieds vor ihm dahingegangener Bruder Konrad von Brauneck hattevier Söhne, Heinrich, Konrad, Andreas, Gottfried, und eine Tochter,Mechthild erzeugt. Durch die von seiner Gattin j?etrissa von Büdingenererbten Besitzungen in der IVetterau wurden die Brauneck von da anvielfach mit westdeutschen rheinischen Häusern verschwägert und inderen politische Beziehungen enge verbunden; das Schwergewicht ihresWirkens fällt mehr und mehr aus dem alten Stammbesitz in fremdeLandschaften. Gottfried und Konrad von Hohenlohe sind die Stamm-väter zweier selbst wieder in zahlreiche Äste auseinandergehender Liniengeworden; die Nachkommen Conrads nannten sich, wie er selbst schon,von Brauneck, oft aber auch noch von Hohenlohe, wie denn über-haupt das Gefühl der Verwandtschaft zwischen den beiden Familiennie ganz erloschen ist. Aber während die Linie Brauneck noch vordem Ende des Jahrhunderts ausstarb, setzte sich das GeschlechtGottfrieds durch alle die Jahrhunderte hindurch fort; er ist der Stamm-vater des ganzen jetzt noch blühenden hohenlohifchen Hauses.
Konrad ist offenbar mehr Arieger als Staatsmann gewesen;er tritt darum zur Zeit seines kräftigen INannesalters im Dienste desKaisers Friedrich besonders hervor, im Kreuzz ug von ^228, in deinsich daran schließenden Krieg mit dem j)apst Gregor IX., in denKämpfen der Romagna, in der Niederwerfung der Parteigänger desaufrührerischen Königs Heinrich; nur selten ist er in diplomatischenSendungen tätig. Dagegen war sein älterer Bruder Gottfried einStaatsmann von bedeutender Begabung, ein ^Nann, getränkt mit derBildung seiner Zeit, allgemein anerkannt wegen seines Tharakters,der als vertrauter Genosse des Kaisers Friedrich und väterlicher Freund
^255 wird er als gestorben aufgeführt, Urk.B. Nr. 26^.
-) Urk.B. Nr. 285.