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über den Hafen / und fetze ihn an eme warme Stat 4.Wochen / so hat der Essig die edlen Blumen auß demSilberzezogen/ und ist daö Quecksilber fern Lasur wor-den/ streiche mit eumn reinem Holtz in em Glaß/ undhänck die Blechlem wieder an die Hacklein / bestretchsals vor/biß dieKljngengarzu Lasurwerden.
F.ajurzu machen-
Nim Quecksilber / und zwar so Viel^-Wasserbley/Schwefel so viel dieser beyde ist/ stoß ihn klein / und thues alles untereinander / mm dann Eyerschalen undKalck/ so viel der obgeschriebenen Materialler ist/ thuöin einen neuen Haffen/stürtze einen neuen Hafen drübe r/brenne dann die Materi dann / und schabe dan ab/was sich in den obersten Hafen sublimirt, Wiltu aberfem Lasur machen/ so thue das Bley hmweg/ und mmsovieQrecksilbers.
Weißbla» zu machen
Nim Attichbeeren und Indich/ reibs untereinander/thue darzu Essig/ laß untereinander erwallen/ thue dar-unter gestossenm Alaun/ und Brauchs auffTuch / oderanders wohin/ so wirds liecht.
tveißgrau.
Nim Wacholderbeer und Essig/ stoß untereinander/laß es stehen in einem Hafen zwey Tag / wol verdeckt/nim darnach 2ttaun / Gummi und ein wenig Wasjerlhus in die Beer/so hastu die Färb.
Dreyerley Färb zugeben.
Nim Loch/ Erlenrinden/ Meerwurtz/ SchiljfundAlaun/ sieds untereinander/ daß der Dampffnicht da-von gehe/seye es dann ab/und laß wieder erwallen.Vondieser Färb wird Weiß Eißgrau / Roth Weichsel-draun/tt.
Vl)eder blau noch grau.
NimHeidelbeer/zwuige sie aus) thue darunterAlaun/«nd sied Zwirn oder Tuch darinnen / so wird es wedergrau noch blau.
Von brauner Färb.
Nim Kornblumen/ Sußb. cr/ schwartzen Sclulff/Fluckzunder / und Erlenrinden / laß alles wol in einemHafen erwallen / seihe es durch em Tuch in ein andernHafen / grabe den m die Erden nim ihn am dritten Tagwider herauß/ so hastu braune Stettigung. Streichst»eelauffroch / sowirdesbraun /auffgelb/ so wirdsschwartz/ auff weiß/ so wird es bleich.
Von^aubfarben.
Nim Spangrün/ reib ihn wol mit essig/ thue darun-ter ein wenig eingeweichten Saffran / reib ihn auch dar-unrer/so hastu eine schöne Laubfarb.
Oder nim Kalck von Weinhefen / laß wol verjährenin einem verdeckten Hafen/ laß stehen 14. Tag/und wanse gefallt/so seyhe es vö dem Kalck/ und laß es verwalte.
Von etlichen Kunststück-
stücklein mit Gold und Silber zu
schreiben.
Gold auß der Feder schreibend
H>Im 16. Blätlem deß guten Goldes / legs auffein^ ^stein/ spreng darüber em wenig Essig / laß ein kleineweil ltgen und reibs dann untereinander zu reinem Pul-ver/lege daß Pulver in einMuschlein/gieß darüber lau»tersWasser/ daß die Muschel vollsey / zerteibeeswoluntereinander nnteim Finger/laß ein weil gefallen/ daßdas Gold gefallt/ geuß dann das Wasser ab/ und geußein anders dran / und rührs als zu vor/ thus so lang bißdas lauter Wasser davon gehe / und thus m ein zinnernHörnlein oder Muscheln / gieß lauter Gummiwasserdran / temperir es daß es gern auß der Feder gehet/thue darein den dritt theil Wasser unter den Gummi/schreibe damit/ und blanckirs sanfftigltchen.
Schreiben ob es mit Silber oder
Gold sey.
Nim Berillen oder Cristallen / reibs wolzu Pulver/und temperirs mit ciarv.als einRubricen/ schreib da-mit/ und laß trucken werden / nim dann ein silbern oder
Das Achtzchendc Buch/
gülden Ring/ streich gar sänfftlglich darüber/ und blan-ckirs mit dem Zahn.
iLin Grund auff Holy oder Stein/
daranffzuvergnlden.
Nim Kreiden zweythul/ Qggeremtheil/ Mennmgund gebrandt Bein / auch jedes ein theil / Spangrünem halb Theil / diese Stücke zerreibe alle auff einemStein / thue darzu zwey Theil Firmß / und em TheilOel/ und wan du es wol gerieben hast / so drings durchein Tuch/ und wann du das Gold will aufflegen / auffHoltz oder Stem / so schmiere di.' Mat nmitOehlesosolang/ biß sie es nimmer annimmet / und streich dannden Grund darauff/und lege dann dasGold auff/ trucksmit eim Schwamlein oder Baumwollen deran/ und laßtrucken werden.
Gold aussden Schnitt zu bringen.
Nim -kolum »rmcoum, reib ihn garrem /niagstauchwol ein wenig Saffran darunter thun / und so du dasBuch beschnitten / so schabe eS auff dem Schmt/ undpresse es hart zu sammeu/ nun dann Eyerklar/ nndbe-streich den Schnitt / und ehe es trucken / so streich denkolum drauff/ glerteS/ und so e. trucken ist/ lege dasGold drauffgtetle es wider/ Mit einen; Zahn / so thutSgar schöu.
Silber zhne Silber auf) der Feder
schreib en.
Nimb Wißmath / reibs auff?,nem Reibstein / Mitleuterm Wasser/ doch muß der Wißmath zuvor mtt al-tem Speck gereinigt seyn/reibs so lang/ biß es dich ge-dünckt genug zu seyn/ laß trucken werden/ muperirs einwenig Mit Saffran und Mit Gummi / si^reide damitwas du will / so wirds sckwartz / wann mans aberblan-ckiret mit eineiu Bären zahn/so schemels als Silber undist doch kein Silb.r.
Von rother Dtnten.
<Lin gutepr^silg anzustellen/ die
schon wird,
<^s>)memLoth Pr^silienspön/ thusin einenglasinen
^Hafelein/geuß darüber guten weissen Essig / laßesdrey oder vier Stund stehen/ daß es wol erweiche/ mmdann gut lauter Bier/ gieß daran em wenig lauter Was-ser/ daß die Feuchte zwey zwerche Finger über die Spangehe/ setze es zu einem silttigen Glütlem/ laß es sieden/und nicht überlauffen/ so es eine gute Zeit gesotten hat/thue einer Baumnuß groß geflossenen Alaun drein/undso viel GummiArabici / setze eö widerzu dem Feuer/laß wider sieden / nims vom Feuer / und laß erkalten/seyhe es von den Spanen / thus in ein Glaß/ undver--mache es geheb/so ists gerecht.
iLin anders.
Nim zwiy Loth Pr-». silien/ und von zwölff Eyern dasWeisse/ Alaun einer Haselnuß groß. / klopstdas Eyer-klar klem/und thus untereinander/setze an die Sonnen/oder hinderden Ofen T.Tag / rührs bißweilenunter^einander / seye es durch em Tuch / uudlaß dcn Sasttwol abtrucken / behalte meinem reinen Tuch / und sodu es temperiren wilt/so mm lauter Wasser.
Blaue Dinten zu machen.
NimHolderbeer/ sovielduwiit/ rruche den Safftauß/ thue darzu gestossenenAlaun / Essig den vierdtenTheil/ lindem wenig Harn/ zeuch ein Tuch dardurch/und problers/ ob es sein genug hat.
Violblaue Dinten.
Nim Attiehbeer/ Alaun/ Essig und Harn/temperiröuntereinander/ und siede es.
Grüne Dinten zu machen.
Nim frische Holderdletter/ sioste sie/ undvermengSmit Alaun/ so hastu eine aute Dmten.
^iine gelbe Dinten zu machen-
Nim der lbenSchmaltzblümlem/ dle anffdenWie-sen wachsen/ trucke den Saffc davon/ und thue auch emwenig?llaun darunter,
Oder Saffran Mit Almnwasser angcmacht / gebeauch ein hübsch gelbe Dmten,
Von