Druckschrift 
[1] (1665)
Entstehung
Seite
687
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Msier sokünstlich ei-ne verbor-gene schrisstdamit zumachen.

Weiss«

Schrtfftzu

machen.

Das X. Capitel.tNiKder Milch geschriebett.

^ ^mb e«ii reine Feder dnncke sie in Kuhmilch / schreib^ oannt auff ein Papier/ auff beyden seiten/ wens rru-cken worden ist / so ficht mans int was geschrieben ist/Mlttl es aber lesen / so nimb gepulverisiirte und klein ge-iosscne Kohlen in ein rein Leinwänden ! lein gethan/fahr über dem geschriebenen damit her / f.- wird das ge-schriebene gar fchwartz / als eine Dinte / wenn mandrauff blaset/ so fleugt das übrige weg/ nnd ist d.^s ande-re wol zu lesen. Vor diß Kunstflücklein sinv einmalzwantzig Thaler geben worden / nnd ich geb dirs nmb-sonst/ und verdiene dochgleichwol wentgdanck damit.

EinWnstlich Nlasser/verbsrgene

Sckrifftzn machen.

NimbVictriol/ stoß in klein/ thue dessen in ein neuDintenfaß gar ein wenig / geuß lauter Wasser di?an/schreib damit auff ein Papier oder Pergamen / wen da6trucken wird/so kans niemand lesen/werö bey den: Feuernoch beym Lrechr/noch bey der Sonnen/ e6 sey denn daßmans durch ein Wasser zeucht. Dock muß das Wasserauch also pi^p-nnc werden K. Ein seidlein lauter Was-ser/rhue dareinein Loht Pulver Lallaium, temperirdasuntereinander gar wol / sechees darnach durch einklemlemen Tuch / darnach thue das Wasset in einGefäß/nach dem der Brieffbreidifl/ zeuch den Brieff dadurch/solisestduin wie em andern Brieff. Wann man sonsten.auch den Brieff per courrarium. schwartz MitDintenbeschriebe /so mercket man den Bossen desto weniger.

Bas Xl. Capitel.

)lVeiA Gchriffe / die man auff dem

weisen Papier nicht sehen oder lesen kan / man zie-he e6 denn durch ein lauter Wasser.

H^)mb schönen lautern Alaun/zerstosse den/ undbeu-^ ^cele das Pulver / daß es zart sey / thue deß Pulversin em sauber Säcklein / geuß frisch Wasser dran / dochmachs nlchczu dültne/nimb denn ein frische neu geschnit-teneFedcr/ und schreib auß.dem Wasser auffdas Papierwas du wllt / und laß es trucknen / wers darnach lesenwil/ der lege den Brieffln ein breit Becken-mit ftischemWasser/uz.d laß es drmne ligen/so fehets über eine vier-tel Stund an sich selbst mit Schrifften im Wasser Herfürzuthun/ weiß auff weiß/ daßeseinjederVerfländigerlesen kan. Wenn man mit Eyweiß schreibet/so kan manöauch nit les.it/man zeuchts denn durch ein Wasser.

Das Xll. Capitel.

Ohne D.ttten ein schroaryeGchrifft zu

schreiben/ dle wan doch nicht schwartz kan sehen/man ziehe sie denn durch einWasser.

^s>Imb geflossenen Victriol / thue den in ein sauber^''Scherblein /gkeß em wenig frisch lauter Wasserdran / daß der Victriolzergehe/ denn so nimb eine neugeschnittene Feder und schreibe Mit dem Wasser auff emsauber Papier/ undlaßesdennwoltruckene/ daß nie-mand Nichts sehen kanauffdem Papier. Wiltu nun je-mand eine Schrrfft zeigen/ da keine ist so nimb eine vier-tel einer Maß lauter Brunnenwasser/ thue ein loht Pul-ver L^II^um hmem/ misch es wol durcheinander/seihees durch ein rein Tuch in em sauders breites Becken/nach grosse deß Brieffs / zeug den ^Briefsdurch dasWasser im Becken / so febet sie von stund an schwartz zuwerden / als ob sie mit Dinte geschrieben were.

EinandereSchreibkunfl.

Duncke ven Safft suß einer Zwibel / !Und schreib da-mit/wer es darnach lesen wil/der muß es über heisse Am

(juoäülzcticus

mern/ oder über daö Feuerhqtten/ so werden die Buch-staben rotblich oder braunlicht.

Gchwarye 25neffe zuschreiben / daß

die Buchstaben we^ bleiben/und das Feldschwartz.

k. Lauter Wasser rcinperi r das nlit Eyerdotter rechtwol/ daßdudamitschr.ibeiikaust/ alsnntRubrilen.P!it derselben rempenrung schreibe was du wilt auffPergament / darnach laß es eintrucknen / und zeuchsdurch eine Dmre/ c' l >o /d ^ß ihn die Dmte wol umbgibrOder mmb em Pitisel und bestreich den Brieff unten undobenmit Dinten / u^d laß ihn darnach wol trucknen/das thue also zwey oder mermal biß es gleich schwartzwird .Wiltu nun lesen/ so lumb ein Messer/ das nicht zuscharpff sey/lege den Bttcff auff dein Bem/und ziech ihndurch das Messer gar subtile / so werden die Buchstabenweiß als wie eine Kreide.

Das XIII. Capitel.

Ein schwaryenVrieffmic weiAr

Schriffr an den Tag zu thun^s>)mb frisch lauter Brunnenwasser / thue darunter^.as gelbevon emem frischen Ey / tempenrswohldurcheinander in der dicke / daß du wol dannt schreibenkanst. Nimb denn eine neu geschniedene Feder/ schreibdannt ausss Papjer was du wilt / laß es wol trucknen/darnach nimb einen lmden guten Pinsel/ und streich denBrieffallenthalben mitDinte an / daßss alles schwartzwird/beyde das Papier un die Schnfft/ daß es niemandlesen kan / laß es trucknen/ wen du ihn denn wilt leserlichmachen / so lege den Briefnieder und schabe nuteinemMesser dieSubstantz derSchrrfft darüber/so ist sie schönweiß und lustig zu lesen in der schwartzen feltirnng.

Das l V. Capitel.

Schreiben / daß es niemand lesen kan.

PAßdirm derApotecken ein Quintlein^etwan umb einen Dreyer holen / und schabe dessen einwenlg in einen zinnern Löffel / da kalt Wasser innen ist/darnach mache dir gar ein neue Feder/ damit noch nichtsgeschrieben worden / schreib damit auff ein rein Papier/und legs anffden Ofen/ oder sonsten wohin/ laß es treu-ge werden /so ficht man nichts droben geschriben. Wiltdu es aber lesen/ so Halts über heisse Kohlen/ laß es wohlwarm werden so findet sich die Schrifft / daß du es alleswol lesen kanst. Man muß im schreiben nicht klicken/welches denn geschicht/ .wenn man zu Vtel5»lzl moma-cum drein thut: Es ist ein sehr scharpffdingman muß meinem Löffel voll Wasser nicht viel nehmen. Ist das ge-schnebene erst nicht schwartz gnug / so thue mehr solch5ül drein/ dennjezmeh^ seiner drmnen ist/so schwartzereöWird/ c. 6. 61.

Oder mm vor das^IärmomacKupfferwasser/ undschreib damit/wenn du es genug gegen das feuer heltest/oder in die Bratröhr legest / so wirds gelbe/ sokanstues lesen.

Liese sieissig Lplliolzz.Licerorus, und wo etwas ge«schehen solte/ so in den Lpiüolis Liceroms ist/ so schickedeme den du schreiben wilt die Ziffer oder iniuumvraplu LpiliolT. so wird er sich bald draufffinden/unddieselbe Epistel lesen und folgen.

Item schreibe einem etliche Brieffe / und schreibe da-rein was dein Wille und begehr ist / oder was du habenwilt/und gib sie ihm nit weg/wenn es nun geschehen so l/was du geschrieben hast / so schicke ihn nur ein Zeichenoder Ziffer/ oderAlphabet/auffeinem Briefs/als 1.2 z.4. :c. so viel Buchstaben em Alphahet hat/ so wird erlwotmercken/ welchen deiner Bneff er lesen und folgen sol/als zu Exempel.

SchwartzeBrieffe zuschreiben dzdie Buch-staben weiß/und dasfeld schwartzbleibet.

A 1 B 2. C z D 4 E s F6 G 7 H 8 I 9 K io 511 M N 11 O 14 P 15 Q 16R l7Si8TlyVioW2.iX-.2.Y Z24.

20.1.19.5. i/.Vatter^o. iz.iS.s.^Vnser 4.5. 17. der 4.2.0. dui.9.l8.i?.wst

Vatterunserderdu

Oder schreib Teutsch oderein andere Sprach/mit Hebreischen od^er Griechischen

Himmel im ^ bistov'iQdu ^ der Vatter