Vogelfangtvmnek Mi
beM»
Vogels al-ter wie es zu«rkenttem
die Darrehaben/ wieAm zuhelffm.
Gifftbe-
^>nmen/
Wunlustig
seyn/wie
'lMzitra-
"Wesie^Mitten/
Vom Vogelfang.
Das I.XVIII. Capitel.
Wetttt gut oder böse Vogelfang
A^Asse Sommer/sonderlich wenns sehr regnet/weit^ ^dievögelIunge haben / erlauffen die jungenVö-gelsehr m den Nestern / daß alßdann dasselbigeIayrNicht so gar vielVögel gefangen werden.
Wenns trüb und neblcchr ist / so liegt derVogel intPusche Und sehet sich wol. Wenns regner/so sehet er sichnicht. Item wenn gut hell Wetter ist / so zeucht er flugs
Wenns pl'Udericht Wetter ist / und immer ein pludernachdem andernkompt / so sehet sich der Zeisig wol/wenns einen Tag geregnethat / so sind dieVögel stillegesessen / wenns aber den andern Tags schön wird / Mhen sie haustlg wiedxr fort/ und denn werden chr gar vielgefangen.
WeNnemgrofferNachwinterist/Untzim ^larrioeiNgrosser Schnee fellet/so fangen sich henfflmg / Lerchenund dergleichen Vögel sehr / denn sie finden nichts zUessem
Hirwiederumb Wenns windig Und trübe ist. Item/
Wenns regnet / so ist böse nur den Netzen stellen/ dennman kan nicht richt zu ziehen/ und die Netzen faulen gerndarnach.
Wenn die WildeGanßzeucht/ so zeucht der grosseVogel auch. Erstlich kommen die Starren/ darnachdie Drosseln/ Die SeideNschwentze/ KryNttz und Zymersind die letzten / doch sehet man hernach die Zymer bißauffWchnachten.
Bas l.xlx. CapttckU?ie emes jeden Vogels Alker zrt
erkennen.
X Uled!us'i't)eopl>rziiu8 ?zrzceIl^U8 ö snrtresflichij ?^^IoscipKu8 UNd I^eclicus schreibet/äe nzrurz rerUm üb. y. Nicht sehr weit Votti Ende-
Dieser 8ißngcor l verstehet der ^iclieuz, die natür-liche wachsende Kräfft/ die in einem jedem Ding lst) li-voiier deMVogel einen Schnabel un^i KläUen mit son-dern Underscl ledlichen Zeichen also/ daß ein jeglicher er-fahrner Weydeman ihn erkennen kan/wieviel Jahr er altist/ und also sem gewiß Alcer wissen. AUß diesen Wor-ten kan man Vernehmen/ daß wie Man eines Ochsen odertinerKuh an ihre» Ringeln/ die sie an den Hörnern ha-ben/erkennen kan/ WievielIahrsie alrsehn/ alsokcüiein bescheidener Weydemann auch aM Schnabel undKlaUert der Fusse erkennen/ wie alt ein Vogel sey.
Das i. XX. Capitel.
Vdtt her Darre und andertt ^ranck-
heiten der Vogel.
M?Tnn die Vögel die Darre haben / welches man bal-^^de an ihnen spüren und Verismen kan / wann sietraurig seyn/ und plusterlch stehen / und Nichtsein frischim Bauer umbher springen / so schabe ihnen KreydetnsTrmcken s wie wol inan dieses rhmi soll / ehe sie dieDatre bekommen) aujfdaß sie die nicht bekommen.
Jtein gib jNen Seiffe nach zu trincken / oder stich sie ih-nen beyzeiten hinten aussdem Smwantz auß / da wirddick weiß Eiter Heraich gehen. Aber sie komMen seltendavon wenn sie es so lang haben.
Bißwetlen henget sich auch ein Gifft an die HäUß-lein das merckt man an deme / wenn die Vögel offt drin-nen sterben/ dazeuch daß VogeltzäUßlein nur/ Wie dro-ben gemeldet/ durch ein Wasser/und laß es wieder tro-cknen/darnach setze sie hinein.
Grossen Vögeln / wenn sie unlustig seyn / und sichmausern/ so gibe jhnen eine Spinne zu essen/ so werdensie bald wieder lustig und reimgen sich.
Wenn die Vögel Lause bekomweN / so destreichsiemit Leinöhl« L^rciZlius.
Wenn die FmckenuNd andere Vöge! / so manZUrLust in den Kefingen oder Vogelbauern helt / kranck undunpa^ werden / und nicht singen Wollen / so gib ihnenSpinnen zu fressen/ die purgieren sie/ darnach singen sieWieder.
Das i X Xt. EaM.
Vom Vogelsteller-
^Ächeunb wolhabcnde LeurneMen bißweilen in den^Statten auffÄartholomXi Vogelsteller an / vonBarcholomXianblßauss MartlUi oder vierzehkn Ta-
gen nachMartini/weil der Vogel zeucht/daß er auff demHerde stellet/und zu gleich auch mit denThonen beleufft/ohngefehr einhundert Schock Thonen und mehr / demgeben siefünffoder sechs Thaler / frey Essen und Tnn-cken / l. Thaler von den Vögeln die er chMjselber zeuge»Und halten muß / sampt den Netzen ( aber die Thonenkauffc der Herr) und Futter.
Nun hab ich einmahl die Rechnung angelegt/ daß eiltVogelfänger seme>n Herw fieng zwantzigSebock kleine/und zehen Schock grosse Vögel das machte ohngefehr/wenn man einen grossenVogel umb zwey Dreyer keufft/Vor die zehen Schock grosse Vögel / dreyzehenthalbenThaler und vier Silbergroschen.
Aber die Vogelsteller handeln Nicht allezeit treulichbey den Sachen / denn es werden viel Vögel heimlichVerkaufst.
Was Man mit Köchw und Braten nicht Verthunkan / das machet Und legt man ein / da hat em Hauß-wirth den WiNter durch noch manch gut Gericht davon.
Sonsten aber ist das auch ein wunder Ding / daß inder Mittags stunde/von zwölffe biß umb ein Vhr/ keinVogel/weder m der Stuben / noch draussen im Felde/Vch iM Walde singet.
Vogelsteller sollen grün bekleidet seyn/ das ist die be-ste Farbe iM Walde und im Felde.
Bas l.xxli.
^vle manvlcl Vögel sizngenssll.
Im Eichene Mispeln und > das ist 8>! Bögelwie
-/ , ein Kraut und ein Schwalbenflugel/ bin- dievon wei»
de sie alle drey zusamen/ und henge sie aUst einen Baum/ tem auffei-soversaMblensich alldarviel Vögel/ uber^ Meilwegs nenBaumher. Es muß aber diß Magische Wundersti-ck zu son- zusannnenderlicherundrechterZeit/ sowolauchmttsonderlichenzubringengewöhnlichen CereMoNien vollbracht werden/ auß dem seyn.^Ikerro ^z^oo.IteM/NiM Tormentill/seud sie m gu-tem WeiN / darnach seud das Korn und die Gerste oderandere Sachen / was die Endten Und Vögeln gern essenauch / und wirssdas essen den Vögeln auffden Herde/daMan sie senget/ so essui sie das Korn mir der jetztgmand-ter Wurtzel / so können sie darnach nicht fliegen. Dch istam aller besten/ wenn kalte Winter seyn. Nun BUfensa-men/OchseNgalle/ undGerstenmeht/ Mache ein Muß-lein darauß/thue es auffeM Brerrlein/ setze es hin/ so es-sen es die Vögel/Und können denn nit fliegen. Oder mmGerstenundMückenschwam /undBilftnftuneli/ seudsUnter einander / mache ein Mußlein drauß/ und thue esauff ein Brettlein/und setze es «hnen hin / so essen sie esaUch / und lassen sich greiften.
Bas t.xxili.
A)teM6»r dteVKgelvHttBäumett
gen soll/daß sie das Obst nicht abfressen. ^
c^EnckennrKnoblauch an die Bäume/ so kommen die ^^Thölen und Krähen und andere Vögel nicht zu den Ne von-^vsc-Bäumen/ und zerhacken das Obst/ das es herunte» felt/ < ^oder führeNs gar weg. '" ^
Aast. XXIV- CaM.vöte man die Vogel vom Saae weg-
bringen soll.
I)l.iniu5 schreibet/Man soll eine Kröche inetnenneuen
Topffthun / Und Mitten in den Acker eiNgraben/die Vögelvossoll die Vögel Von der Saat abtreiben. Wenn man aber der SaatLas Gedreidicht abmeihenwill / so MUß man sie zuvor zu bringen,wieder außgraben/ ehe Man zu Meihen ansehet und vomAcker gar wegbringen / fönst wird das Getreydebitter.
Wer mehr von diese« Sachen lesen will/ der »iehmela-cobUm ^clcceium cjc lecreri^ Vvrsich I>b. 8.tlolluno , ein Brach Vogel / ist cx
tuiclonimxrcnelL , werdenheustig gegendein Wintergefangen/ seyn von Gestalt / grosie und allen Vmbjtän-deN fast den Amseln gleich / dunckele Farbe / Erdfarbig/wenn er anst der Erden sitzt/ so kan man ihn vor der Erd-farb ntcbt wol erkennen. Die Zymer/ die Stieglitz/ dieThumbpfasscn und BrachVögel sein die letzten im Vö^gclsungvor dem Winter. Es werden etliche Vögel mÄüchetnwunderlich Zenandt / ^>ni vins,einGoldfinck/ Lobfinck/Thumpfaff/Gmnpffel. Ia -o
ro velrice N!^i^ clt, ic> uuü psirc punicz , lu^enore ct-Qerz» nipricaUs. kocmellsm koc «Lverc ruca cirieM