Vom Vogelfang.
Es sind dreyerley Reiger/ blaweReiger/ we-ßlichteoder gemeineReiqer/unv^rtlc-titcllzriz.Stern Reigerdas ist ein fauler Rumpe / drumdwirder auch von denGriechen »»»A»genant/^i»ct ein fauler Gesell ohne Gwir nennens sonst: Onoc^rolum em Rohrdrummel /denn er steckt den Schnabel ins Wassrt / und gibt einendunckelnLautvon sich/als wenn einer auffgrossmTrum-meln oder Paucken schlüge.
Man sehet chn auch mit den Fatcken / Eösindabetzweyerley Falcken/edle und unedle.
6z;
klumluiz e^Iacug kakitakur Sc wco!.i revr«.t^unc tiarac uc z?ilc>5,Nunc volzrinttaravis. ^
Es schwimmet auffdeM Wasser / und fleugst in detiufft.
Bas^XV.Capitcs»
VHN der ^ennstange/Mhystt und
Eulen.
^Ch kan Mich wol erinnern/daß ich droben im i6.Ca-^pitel mit der Lennstangen zimlich gelausten bin / weil
Wenn ein unedler Falck an den Reiger setzt/ oder ihni ^er hie die Marerien weiter emfelt / so muß ich ge
Aohrdtückimelwases
vor ein Vogel.
«sich auff.tzelü
nacheilt/ so würget er sich / und würget oder kutzet außseinem Leibe / etwan einen Ahl oder einen andern Fisch/den er newlich verschlungen hat/ und läst ihn auff die Er-de fallen.
Gö bald dieses der unedle Faick gewahr wird / eilet etkach dem Fische/und will denselben fressen/ mitlerweilfieuget der Reiger davon» Aber biß thut der edle FalckeNicht/der läst sich so gering nicht abweisen.
0llocraroIu5einRohrdrummel/istem anderVogel/dMn der ist gar fahl/hat ntt so gar tin spitzigen / sondernetwas dicken/langen/ runden und stumpffen Schnabel/fast so groß als ein Reiger/wenn er gehet /so hebt er im-mer den Kopffauffund nider. Wann er den Schnabelilnß Wasser steckt/so gibt er einen dunckeln laut vonsich/ülö weNn einer einen schlag auff einer grossen Drum-mel oder Paucken schluge/dz mans über eingantzeMeil-wegs hören kan/ sonderlich deß Nachts / wens stille ist.Hat spitzige gelbe Klawen/ welche die Rei.hemGoldtfassen lassen/und die Zähne damtt stockern/in Meinung/daß die Wehetage der Zahne / darvon vergehen sollen.M:n nennets auch sonst Itellarcm, em Rohr-
drnmmel/ NohrdUMP.
Itiisettt Rohrstorck. L.?Ilaius Hecuoäusc.^.c. ^.8.
Das i.xl V.Capitel.
Äösm Kybly und Meebeiv
Je Kybem oderKybitz/Kibeitz/Kybelitz/ (Zrzviac!.^ acres, das helt sich auch umb die Büsche oder Ge-brnche und See oder Fließwasser auff / da es viel Fischthat/darinnen legeü sie auch / und werden von den Leutenihrer Eyerviel aufgenommen und gessen / sie essen eitelFisch und haben den Menschen lieb / und wenn ste emensehen/ so fliegen sie lmmerneben ihm her/ mit grossemGeshrey/davon es denn auch den Namen hat.
Der grawe Meebes oder ?)ieebe / ist ein anderh-cier. ist weiß ,md etwas gtawiich / der helt sich auchalso im Gebürchig auff. Wenn der kompt/so legen erstdie Fischer ihre Handbuch weg/das ist/es wird warm.
Sie fliegen gar mdrig auffdem Wasser h.r/ und wensie Fische darinnen sehen/so schiejfen sie ins Wasser nacheinem Sie schwimmen auch auffdem Wasser sind wieweisse grosseSeluvalden /fliegen auch also nach über demWasserweg / wie die Schwalben/ Sch.valmen oderSchwalicken iwlee)d:e))?ecketburger nennen) pflegenzu chun.Daher Maus auch Wassn schwalben nennet.
DleFischer fangen Andren und Kybitz offrmalsmitW ikewi' dleReusen/sonöerlich in derLeichzeit /wenn derHecht/sie ttfma >n ^^yer und andere Fische leichen /wie sie denn auch ande-i»«rdm re Vögel Mir den Reusen sangen/den sie kriechen den Fi-schen biß m den Reusen nach / und helffen darnach auchdie Mahlzeit zahlen.
«sonsten aber werden die Kybitz mit schweren Poltzenund Geschoß in die Garn geschrecket wie die Meysen mitder Sprüe. Man soll sie auch mit Gemehlden fangen/wie Gesnerus schreibet. Mit Fischen pflegt man sie auchzu sangen/wie denn alle andere Fischfressende Vögel alsÄöasserhniier/Il)>> av-8 Schneeganß / Tu«
cher/Wasserschwalbm und dergleichen.
Man mahlet Fische auffeme Tafel/und setzte an dasUfer deß Wassers/daranffschtessen sie so geschwinde/daßsie die Köpffe daran zerstossen/und gefangen werden.
Man fahtt sie auch nur Katzen/ man bindet eine Ka-tzen an/denn sind sie f<md / und fliegen oder stossen auffsiezu/so zeucht man das Netze in der fluchtzu.
Es ist ein gut Wilrpret / Im Martio nnd Aprile ne-men die Leute ihre Eyer auß / backen Fladen und allerleydavon/essen sie auch gesotten/und Haltens vor ein köstlichesse/viel besser/den dieHnnereyer.DieEyersind schwa? tzsAenckllcht/ltnö spitzig zü/mk so groß als Hünereyer.
Meebe«was es vorArt»
meinem Nutz zum beste» / noch etwas mehr von diesenDingen schreiben.
Es sind mancherley Nachtvögel / derer sich ein theil Nachtvö-Kur deß Nachts sehen lassen/ !>!)'<Älco!üxemNachtra- gel seynde/sonst L-rurriz genandt / hat krumme scharpffe Kra-mancherley.
wen/wie denn alle Vögel seyn / der fleuget
deß Nachts umbher / und würget andere Nachtvögel/ÄNdfrissetsie.Lzrc^oI.^nßiic.lil),!O.c.2,7-.
^cu!c>,stauch einesonderliche Art der Nachteulen/soll grösser denn ein Haan seyn/damit soll man die Agle-ster fangen/wie auch mit der Ululs oder Eulen.
Lubo einllho/Uhn/Schulut/Schuffaue/ Schilf-fus/Schuffeule. 0
^cntnri iz^liriallAnavus ÜNko climm mvrrzlibus omeN.
Im W tnter Pflegen sie in der Nacht auff den Kirche»und in denWalde aufhohenBäume gar grob zu schreye/hat ein seltzam geschrey/schier wie ein Mensch / es ist nurwie ein seufftzen.Sie ist gar ein mc>nltlum,last sich seltensehen/viel weniger ikr Nest oder Eyer finden. Besihe
Ich weiß nicht wozu man sie braucht / es ist ein großDmg/Har viel Federn / es kratzt und bust umb sich/undhat heßlicheAugen imKopff/ deß Nachts feher und fristsieMeuse. Habe nicht gesehen/ daß sie die Vogelstelleezum Stellen gebraucht Herren/Halte auch davor/dz mansie dazu übel brauchen kan / denn sie ist zu wild / und hatgrosse gelbe Füsse Und K laweri.
Orus eine Schley-
^ereule/denn sie hat Ohren die man sehen kan / wie sie em-por stehen/und hat Feder» dnnnen / sie ist schier wie einsNachteule/abergleichwol erwas grösser/ undtantzet/
Kan auch nit wissen / ob sie die Vostelsteller brauchen/wtll auch wol glauben/daß siezu wilde ist.
^ oÄuz eine Nachreule/die ist auch noch zimlich groß«her Nicht so groß als em Uhn / wid ein wenig kleiner alsem Ocus oder Schleyereule Auffdie fliegen alle Vögelhauffig zu/und schless m auffsie. Sie aber lehnen sich auffund beugen sich hmderwercs/und stellen sich zur Wehre/und wenn sie ihr zn nahe kommen/ sohawensie mildemSchnabel und seharpffen Ktawen umb sich.
Wenn das der Halnchr iiiue wlrö / so scheust er unteesie/und macht Friede. Damit fangen die Vogelstellerviel kleine Vögel.
Damach seyn die s derer ist zweyerley
Arth/Es s.yn erstlich -t--.»>?7-?^Kutzleli! / die sich allzeitsehen lassen/zu Tag und Nacht / Etliche lassen sich nur,m Herbst sehen/nur einen Tag oderzweHie/ nemblich/die Sreinenlem. Letzlich seyn die umb den Aben»schreyen.
Diesen unterscheid muß ein Vogelsteller wissen / wiedenn auch derWeyhen oder Geyer/ oder Ahr/ wie es et-liche nennen/daß er Nacbrichtung habe/ was er zu einenjedern Geflügel vor em Vogel brauchen könne odersolle.
Was nun die Leimstange anlanget / damit man son-
stmdtemelstenVozelf^het/vonLanrettttian / bißderVogelfang auß ist/da man mercken / daß eine lan-ge Stange geschelet und dnechborrc tv^rd / em Loch et-wan eme Spann lang 'iber das ander/daß man RNtleinhinein stecken kan/ein Schock drey oder vier / und untenein spitziges Eysen dran / daß mans in der Erde stockenkan-
Kauffein Krüsichen oder TöpffichenvollLeiM das kannit thewer seyn/ hier/da grosse Schinderey ist / keufftmans das Ktäusichen vor einen OrthSthaler. InMei^>
sen kost es kaum zwey newe Groschlem.
Beschmier oder bezeug die Rüthletr^oder Spillichmdamit daheimen im Hsuse/biß an die Spitze / da mandas Rütteln m die Spange stecke» / Man steck? )as
Rüthkm