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[1] (1665)
Entstehung
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568
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H6 8

DasVm-zehcndc Buch

Römer haden iressnderllche

Geuibsenhabichim Lailffvorgeschossen / daß ich sie imLauffgelrossen habe und -üles was aussdem Floeist/däs fieng lch. Dat zu ha!) ich ein Wildt Pferdt ergrif-fen und gezehmet. Einen Beeren nam ich bey einemFuß/undwarffchn dawider / und ein jedes wildes Thierdas zu mir kam/ das zunsse ich wie einen .Hund. Einemw-lden Eberschwein bm ich begegnet/und Hubs im Laufsergriffen und zuristen. Parterthier ist zu Hebroii auff ?i-nem Hundt gesprungen / und icb ergriff es bey demSchwantzundwarffswez. Emen wilden Awerochsen/der / sich in elNerGegcndtwiedete / den hab ich bey denHörnern gehalten/ und «hn im Cir^el umb und umb ge-dreht und verblendet / darnach darmeder geworffenANdgethödet: Lr iki le^uunru7. Ze^l tn siclcszuroiem. Ein Iud hat diß Buch gemacht!Vnd das seyn loste verlogene Tropffen'und Fabelschmi-de/ dre eitel Fabeln auß Gottes Wort machen wie außdem 1°simurli und allein Jüdischen Büchern zu ersehen.Lr nczrz R.ec»uI^>-n . was die Schrifft geistlich unnd ,:!le-Lvnce will verstanden haben / das haben die Judenleiblich und lecuucium Iirergm verbanden / wie diesemEext von lnäali. Seizbl'. 4Y, V. 8. auch wiederfahren/Halt die Teftgcgen einander / du wirst also finden.

So haben auch die Haußwirche gemeiniglich beyjhren Forbergen / Dörffern und andern Gütern ireWalde und Holtzungen/ ihre Seen/ Teiche oder Fließ-wasser/ darinnen sie Fische/ Vögel/Wtlrpret und Mdere sachen vor chr Hauß haben können : Wer wolte^aber nun einen Haußwirth verdencken/ wenn er sich der-selben auch brauche / weilsiejhm von GotieS undRechtswegen gehörtten? Ich achte nit / daß ein einigerHaußvatter im diese Gelegenheit würde nemen lassen/wan er sie hette / vielweniger würde er sie mit nickt krau-che gerne verkeren/un im andere Nutzbarkeit auß der Na-sen ziehen lassen/ wann er mtssseinem Grund und Bo-den diese Gelegenheit und das Recht hakte.

Die Reichen Burger zu Rohm haben vorzeiten a!lejhre Thiergarten/Vogelhäuser / Helter und Teiche ge-habt / darmn- sie ihre Wildpret / Vogel/ und Fische/nach ihres Hertzen lust und wünsch gehalten /und diesel-

Tiueraärten^"^ Frölitzkm gebrauchet Uiid genossen / wann es^ ' ,l>nen aeliebet. c??i niuß s>au!l'vakter seMe

gedabt.

wirdznm

armen

Manne.

Iagtbuchwoher es 'Namen»

chnen gelieber. Es niuß traun ein Haußvatter seinelust niit solchen dingen bißweilen anch haben/ sonst wür-de er die grosse Last seiner Haussorge kümmerlich undschwerlich außstehen: Jedoch muß er dieselbe auch mitMassen vben und brauchen / daß er an seiner höchnöZi-gen Nahrung hierdrueh Nichts versäume / dann maß istzu allen Dingen gut. verließ seine Haußhal-

tung/ und legte sich gar auffdieIagt/ ward auch drüberzum armen Mann / drnmb dichteten die ?seccu vonihm / daß ihn seine Himde außgesressen hette.

D?e Heyden haben eme Göttin in der Jagt gehabt/drehabensie I^>nn.nn genandt/ a?) er die Griechen haben

sie iuis oinniz.'ilcnrc.'M,

Vom grossen trefflichen Nutzen/ den man von der Jagthat. Dann es gehöret zur gantzen Jagt / nicht alleindasIagerwerck / sondern auch das ^ucu^um derVo-ßelfang/ und die pilc^rio, die Fischerey / wie Gott sagtv. l y.Vnnd herscher über die Fische rm Meer/und über Vogel unter dem Himmel / mmd über allesThier daß auif Erden kreucht. Von diesen dreyen Jag-ten kau e:n jeder Mensch auff Erden fernen reimen Auff-entyall in der welr haben z Wie wo! sie letzo die Obrig-ketten alle zu sich zcchen / unb ihnen diesealle dteyhartverbieten / ja würgen und umbrmgen / die sich der ge-brauchen w^Ien.

So sollmm diß Buch/A^^r^-Sk, das ist VcügricUs,emIagwuch helssen / dann heisi ein Jäger/

Vcnauu, eii'.e Jagt oder Iagerey / .9:^7-^,-' ist die I irjz venslici! , dieIagt kunst IagermeistereyNun solle ich wol m diesem Buch gar wettläuffttg / undvon vielen schönen Sac-en schreiben / die alle zu denIagccn gehören/ wie ich auch wol leichtlich thun köndte/wann ich/nne andere thun/ gantzeBücher außschreibeu/ui c- hcenn schmoren wolle) Wereauchwolzum Theilhoch nötig / daß manL chete/ danir da ist viel in Lateini-scher und Griechischer Sprach von den Jagten / dasvielleicht »vc hl nimmer mehr vor den gemeinen Mannkompl. AVer wer wolie ihn: gern so ein grosse Last undMnye auff den Halß l..den. Ich thue genug / wann icheinem im !> nentie / die davon geschrieben haben ?

Wilsnnn einer nachschlagen und weiter lesen / somagers thun / kan ers 5ber Nicht thun/ und hat auch nicht soviel gelernet/ daß er Lareinrsch oder Griechisch verstehet/so mag er ihm selber die schuld geben / daß er in der Iu-gendr n'.cht gelernet hat: Vnd noch heute zu Tage dieveraebrek/ die gerne studiren und andere Sprachen ger-ne lernen wolten. Will averjemandt von den Jagtenwettern bericht haben/ so lese er^nltorelc m liikonsden^!cx-Zn^e i mit grossem Geldeverlegt/ daß "r durch die Jäger / Fischer und Vogelfän-ger/der wilden Thieren / Fische und Vogel Naturenund Eygenschufften hat ausforschen können. ^ ann ihm^.lexsnciei- darzu vtelmalhundert tausend! und achtzigtausendt Kronen verehret^/ uudhatichm dreytausendtMenschen zugegeben so allerley Walde/Vogelgarten/WaffenundTeiche durchgantz^kl-icam, unnd

Z »ropüm außgangen/und im allerley Thierhaben brin-gen müssen/daß er ihr Natur erlernen/und darnach be-worbeii recht beschreiben köndte / zu wünschen wer es/und über alle Massen hoch zu wünschen / daß man deßWeisen Königs Salomoms Schnfften von denBau-men/ylerfüssigenTykeren/ Vögeln/ SchlangenundFischen haben möchte / da wolten wir a«ch trefflicheschöne henliche / lustige und liebliche S^.che innen sin^den Item / erlese-KUsnuni in seinen 18. Büchern «je^nunzlidu!. Item/ plurZic^um, welcherVielvomVe'-stand- der Thier geschrieben/Itetn/Xe n!-> onremcje vcna^^c>^>e. den AuldeuPÄeten Oppjzvun) in seinmx^ai^ec-cis > das seyn vier Bücher / und seinen

denLo6ir!UM, ?crrum Zc Lrc5cennisim iz.Buch Lonrzcj, ^cicsbscl»IM ersten theil seinerl'tic^enicT L^nzcum Spangenberg lnseinemIage-leuffel/ dasIägerhörnlein/ so neulich außgangm/Lel-Ncrum 9olerum , und andere mehrinihren Thierbtt-chern. Es hat auch d-^^5 Lomes 5 Büchervon derJagt und Historien der Thier geschrieben. Vndtteeu s gedenckt im 5. Buch seiner LolmsZrgpKiX fol.489. der wilden uud seltzame Thier und allerley Wildspret/so manm MZllis, (16 cju-c cK siecu'

!>3lis icsio löu j?2rs i^clveuT » Nnirima 8alzzucliX»pioximÄ :) unnd gar nahe in dem gantzmSchweitzer Gebirge/und hohen 5lper> biß m Etschlandkfindet. Als Gemsen/Steinbocke/Dachsen/Murmel-thier/ groß und kleine Hasen / Steinhüner/grosse unndkleme Fasanen / Haselhüner/ Rabhüner / WachtelitWacholdervögel/zc.

Im Gchwartzwalde oder am Hartz nwß es auch vielGefliigel haben / und were gut / daß es emer beschriebeder amHartzwald'e Whnete.

Das N. Capitel.

Jagen Hnde sey oder nicht.

r^XIese (^u-eliion wird in etlichen Büchern gar fein!

^^bescheidenklich gehandelt / da magö em jeder nach keine

suchen und lesen. An ihm selber ist zwar keine Sünde: de/wa"üDattn es stehet geschrieben ? Herschetüber die Fische im maßgeyai-Meer und über die Vögel unterdemHimmel/ und über tenwV>alles Thier / so auff Erden kreucht. Vnd Gott derHErrhatdiegrösteWildbahne / Psal. ;6.v. lo.AlleThier im Walve sind mein / und alles Viehe auffdenBergen/da sie bey lausenden gehen. Ich kenne alles Ge-vögel auffdenBergen / und allerley Thier auff dem Fel-demfürmir. Danndererdbodenist mein/ und alleswas dnnnenist Es w»rd aberzur Sünde / wannmansNilßbrauchet /sich gar zu sehr auffsIagen leget/und dar-über tu Hause die werck feines beruffs versamblet. Sosiliet luans/und bezeugets die Ersahrung/daß/wie Gottzweyerley Kühe/ Pferde, üOchsen/ Hunde / Katzen Tau-ben/ und dergleichen and re Thier und VKgelmehr hat.

Also hat er auch zweyerley Mei'.schen / Zahme die in denStätten und Dorffern wc ' nen und Wilde / die nurmden Wä.den liegen /unö den; Wilde nachjagen / wie diealten Teutschengewesen. Dann von denen schreibetlulius LXl.!7 Ich. 6. (Z^üici. Dann sie sich Nichts ^

besessen haben. In^^ß

mehr/ dann Kriegens und Jagens beflie

hatS einVolck/das man dlel.vrcZ8 nennet/die sich HMesilndniirvondein Jagen e:halren. Dann weil es uu Landeallenthalben viel Baume har / so steigen sie auff die Bau-me / und sehen sich umb / wo etwan ein Wild hergestri-chen kompt. Es hat ein jeder ein stareken Hund / undin Roß bey sich/ welches er gewehnet/ daß eö allezeit