Druckschrift 
[1] (1665)
Entstehung
Seite
313
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Von zufälligen Dingen. ziß

SäeKorn /^Lic^ii, Gersten/ Haber LencöiÄi, Verwunderullg geben/soll einer wol von denan-

säe Erbes (-rcZvrii,Binsen/Wicken/ ?^i!is?^l,saeZwibellt^mizrolii.alleFeld sollen grünen l'ibur-lii,säeHan>fUl!)anj,Vir!,^em/Rttben/I(.lIianj,R.uK säe Wintersaat//^ lllnnpuonis schneide Ho-nig/wereshat. SäePfianhen Vtti, haue dasGraßabLaromsnni , grab Rüben aä opcm.send Krank Vi cli Oominnm. S chweinen Bra-ten tß LüsiliizbißfroMM^ercircuIumanni.

Das III. Capitel.

Wie man ein 4and erkennen kan/obs ge--

dünget oder nicht gedünget fcy.

soll /^S soll ein Wirth fieissig zuschcll / wann manden Acker dünget / daß esmit der Düngungttchc gidüng.! rechtzugehe. Darlimb danil die Alten recht mWW«r5c. wol gesagt/ daß diß der beste Mist sey/ der von deßHerm Schuhen und Füssen fallt: Dalln das Ge-sinde ist sehr untreu / und richters einem nit so auß/wie mans befihlet oder haben will. Sie dünge ellt^weder zu dünne/ oder lassen ledige Plätze/ oder fuh-ren Roßmist dahin / da sie billicher den besten Och-sen- oderKübemist hinfuhren solten Oder schlagenaufdem Weg halbe oder gantze Fuder ab / daß dieRosse oder Pferde leichter zu ziehen habeN/nnd las-sen darnach denfelbigen abgeschlagenen Mist ligenoder andere 4cme wegführen/oder thuns auch woldarumb / daß sie die Zahl der Fuhren erfüllen/ weilsiefrühe zu langsam angefangen/ oder fonsten mitder Fuhr sich zu sehr versäumet haben.. . , . Darnach soll und muß auch ein rechtschaffenerWirth/wann er aufeinen Acker kotnbt/wlssen undAckcr gcdün' kennen/wo ein Acker gedünget oder nicht gedüngetg-toder nicht ist / und diß kan erd^'M ^and leichtlich ansehen/Ltdünstt. ^ sjhet entweder noch etlichen Mist aufdunAcker ligen/oder sihet/daß ein fein lieblich/grun/fettGraßlein daraufstehet / oder dick grob Stroh undgrosse starcke Stoppeln / oder fonsten fein langGraß / oder gibt achtung auf das Getreidicht/wann das noch tm Felde stehet. DaNn wo diß feinfett und dick stehet/ und fein hoch üöersich gewach-sen lst/ da mangelt ihm kem Mst/ da muß er nunmercken/wo es dlck oder diuln und gering stehet/ fowird er bald mercken/wö er düngen oder nicht düii-gen soll oder mag.

Wo aber Kornblumen stehen/und der Acker lstgar kalt/leer und ledig/da mangelt gewißMist/undda mustu zusehen / daß je ehe und besser/ etwas dar-aufgeführet / und wo ferne mügllch/bald underge«ackert wird. Man kans auch fonsten an der Färbdeß Ackers sehen / dann wo der Acker fein schwartzist/da tst er starck und gedünget/wo er aber weiß ist/daistsgar hellig/und mangelt ihm Mist.

Das IV. Capitel.

Wie mans machen soll /daß innerhalb viek

Stunden ein Erbes/Bone/Melone oder Kürbisund dergleichen Gewächs herauß wachsensoll/also daß es grün wird/und Blät-ter bekomm

dern / vor einen rechten Wundermann gehaltenwerden / wann er solches imWerckundmitderThat bewiese.Wiltu nü daß in einer Stund Bo-nen / Erb'en und dergleichen Zugemüse außwach-sen und grünen soll/so lege sie in ein heisses Oel/laßsie neun Tag drinncn ligen/darnach dörre sie/undwann du diese Klügst bewciftn wilt / so stecke dieBohne / oder Erbes in ein Erden / und kommen;einer Stund wieder dahin / fo wirstu sehen/ daß sieherauß gewachsen ist.

Soll ein Kürbis innerhalb vier Stunden mitden Blättern außwachsen/so lege die Kürbskernein elnesjlMgenMenschenBlut/dervon Angesichtfein roth ist / seke es iir den Keller / in ein wohlver-n?acht Gcfäß. Darnach nimb sie wieder berauß/und laß sie in der Sonnen wol trucknen/wann dusie in die Erde stecken wilt / so nimb em / oder zweySchüsseln voll gutes Erdreichs / laß es dürre wer-den / darnach bespreng es mit ein wenig kaltemWasser/dann geuß warm Wasser drüber / daß eswol weich werde/ und stecke die Kürbiekerne drein/so werden sie innerhalb vier Stunden mit deüBlattern und Blüten Herfür schössen.

Das V. Capitei.

Vom Futter deß Vich^

Er Bauernahrung treiben will/dermuß viel soä^^und allerley Vieh haben/wer viel und man- ^ls.g."fd,.ncherley Vieh haben will/ der mußvielnndman-cherley Flltter haben DarUmb lnuß ein gllterWirth nuraufdenWinterdencken/ daßerda ge-nug Futter vor sein Vieh habe / undwannerjavermeyt.et/daß er nir gnüg Futter hat/so verkanffeer lieber vor Winter ttlich Vieh/ oder mäste undschlachte es jelber / daß er nur den Winter durchum dem Futter reiche/ und gegell dein Sommerkauffe er ihm ander Vieh / wiewol es da theuer ist/dann vor dem Winter.

Dann der Minter ist eulVerzehrer/der Som-mer ein Beschehrer oder Ernebrer. Wer imSommer nicht fleissigeinttägt/dersindetimWin-ter nichts. Nunb dir ein Exempel an der Ameiß/spricht Salomon in seinem Sprüchbuchlein ami O.Capitel.Gehe hin zur Ameisen/ du Fauler/siheihre Weise an/und lerne/ob siewol keineilFürstell/oder Hauptmann noch Herm bat/ bereitet sie dochihr Brod im Sommer/ und samlet ihre Speise mder Ernde. Wie lang ligstu Faul"r ? Wann wiltduaussteheNvondeinem Schlaff? Ja schlaffnochein weilig / schlage die Hände in einander ein we-nig/daß du schlaffest / so wird dich dasArmm über-(ylen/wie ein Fußganger / und dcr Mangel / wieein gewapneter Mann. Und im dritten Capitel:Die Ameissen ist ein schwach Volck / dannochschaffet sie im Sommer ihre Speise.

Also soll und muß nun ein guter Haußwirch imSommer/ weil unsers HERRN Gottes Sckeü- Hauxwtresoare offen stehe/nnd unser Gott nns Getreyde^Obst/

Zugemüse / Wein und Bier / Holtz/und andere

'A

Erbes odejt

Kürblsin,

«»halb 4.

Stunden

tvachstnd

Wchcu.

Mchdurfft zeiget und bemet/dem Vieh aber/-»euStroh / Graß / und dergleichen/fleissia von al^

ZßKunststücklein will ich hier setzen/wie ichs Seiten einfchleppeii lind eintragen/auch das aller,in andern gelesen/ob ichs wol auch noch nicht geringste / das man im Sommer nichts achtet/versucht hab/und obwos dieses nicht grossen Nutz von allerley Orten hereintragen und fuhren last/bringen kan/doch kans unter Ackerleuren ein grosse' daß man nn Mmer/wann die Nagel Mm/d ie

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