Druckschrift 
[1] (1665)
Entstehung
Seite
106
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VomWmttfmond.

Krafft / Tugend m;d Wucckung hinab in die Wurtzeln/daher auch die Baume ihre Blatter verlieren. AbcrnnLrntzen kreucht sie gar wieder hinauffin dle Baume / daßsie wieder außschlagen/blühen und Frucht bringen. Essoll aber dieVersetzung zween oder drey Tage vor / oderi.oder z.Tage nach dem vollen Msnden geschehen.

Man soll auch dieBäume vor dem Wmter unten umbdie Wurtzeln mnbhacken oder umdgraben / und Mist indie Gruben schütten / und die Erde wieder drüber herschuppen / daß sie den Winter durch fein/warm stehen/undnichterftieren.

Vom Obst.

Im Win- Vnib diese Zeit muß man Achtung auffs Obst geben/kermonac ^n ^enn LucienTag im folgenden Decembri kommet/solldasObst und der Tag beginnet zulangm / so kömpt die Kalt ge-wacht ge- gangen/und gefrcwretalsdenn das übst/man kans vornommen der Zeit(da es auch bereits ansähet zu faulen) backen/undwerben. jl, Fassm bewahren / fo hat und behalt mans wol denWinter durch/ja wol ein Jahr zwey oder drey. Etlicheschelens/schneidens in Schnittlein/und treugens in denRöhremoder reyens an Zwirnsfaden/und Hangens umbdie Oefen/und lassens fein welckund treuge werden/ le-gens in Fäßlein/und behelffen sich den Winter damit.

Von Gänsen.

Gänse wie In dem Monat soll man die Gänse wol warten/so le-sieim Win- gen sie desto zeitlicher/und bekommen auch desto ehejun-termonat geGänßlein. Doch muß man ihnen auch nicht zuvielzu warten geben/daß sie nicht zu fett werden^

seyn, ^ämoniriv Von Gänsen Fetten»

Wer böse/grewliche/scherbichte oder gnetzichte Hän-de hat/ der nehme das Fette von weissen Gänsen / undschmiere seine Hände damit/dem werden sie fein heil undgut davon.Denn der Gantz creuget fein ab / und sie hei-len fein balde davon. Man braucht auch im Winter alle-zeit Wermuthwein / denn der ist wider alle Kranckheitengut/beyde Winters und Sommers.

VonS.Andre-Tag.

S.Andre« ^»n Tage haben die Alten sehen wöllen/od ein naß

Tag/ haben Jahr folgen werde.

v»eAlten in Ein feucht oder dün Jahr wird so erkandt/

acht ge- einen» Glaß voll Wassers/ohn alln tandt/

nommen. M S.Andreas Abend dasselbig mach/

Lauffts über/so kömpt ein gut Jahr hernach.

Soll aber darnach folgen ein dun Jahr/So schwimmetö gantz und gar oben empor.

Das ist/an S.Andreas Abend nimb ein Glaß/und geuß es voller Wasser streichö voll/ und setze es «uff

einen Tisch/da niemand dazu kommen kan. Läufft es vonsich selber über/so bed«utv em ftuchrIshr/bleibet es aberalso stehen/so bedutö ein truckenIahr.

Vom Roßmist»

Der Roßmist ist ein hitziger Mi st / und,st weder Ae- Roßmistckern noch Weinbergen/oder Gärten gut /wenn man sie ^im Sommer damit düngen will/ denn erhitzet das Landzusehr. AberimHerbstindie Weinberge geführet/und 'die Weinstöcke damit gedünget /und aufs die WintersaatHefnhpet/da man vermeinet /daß der Acker nicht wol ge-dünget/ oder sonst vor anderer Arbeit nicht hat Mist imSommer dahin gefichret werden können/ da er nicht bö-se/sonderlich wenn man ihn a»ffdie Saat führet / wennder Acker hart g -ftohren/ und wenn er fem dünne auffge-strewet wird. Denn die Saat ligt fein warm darunter/sonderlich wennS drauss schneyer / und erhält auch dieWeinstöcke fein Warm/daß sie nicht leichtlich erfrieren.

Vom Rindvieh»

Vier Wochen vor und nach Weynachten / sollman^^w^dasRmdvieh wol warten/das hilfft sie den gantzenWin-ter durch sehr wol. Wenn man ihn darnach außwerts "k"'umb dieselbe Zeit / wenn das Futter pfleget abzugehen/gleich nicht so gar gütlich thut/so können sie es viel besseraußstehen/als sonsten zur andern Zeit.

Von Kräutern-

In diesem Monat blühen Danckenblümlein/ Milch- Krauter sskraut/Schlüsselblümlein/Müllenblümlein/Borrago/ im Wmter-Hasenkohl/Creutzwurtz/Teschelkraut/ Ringelblumen/ monatblü^Äpostemkraut/ oder Scabiosa/ Steinbrech/ derBibe- hen,nellähnlich/Rauten/ Schweißkraut/ wildeBasilien/Nüßleinkraut/gelbeLitten/Läußkraut/Wegwart/grosseDünwurtz/Erdrauch/Kriechen/Hysop.

Mas ein Havßwirth in diesem Monas

weiter thun soll.

In etlichenOertern decket man auch »och tn diesemMonar das Weinholtz / wenn feine warme truckeneTage einfallen. Man soll auch im abnehmenden Mon-den Baw und Brennholtz fällen. So kan man auchnach der Zeit und deß Orts Gelegenheit allerley Bäu-me versetzen/beschveiden/bedüngen/und die junge Bäu^me unten umbhacken / und mit Erde vor den künfftigenFrost bedecken/ die Weinstöcke düngen / Widder undBöcke zu den Schaafen und Ziegen lassen/und mancher-ley Weydwerck mit Vögeln und Wild treiben. Bisihe

weiter psllscliuw Iib.S.kerrum tie Lresccur«

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