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[1] (1665)
Entstehung
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55
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May har XXXI. Tage.

Der AlteMay.

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Allerley AiifftnerckiMg im

Iacobi und WalpurgiS.

Diesen Monat ist der Tag 14.Stunden lang. Ach Gott behüte allhier vor Meyenfröste.'t'crriv in l^jola^>u» eli,Lc lc^rimusza^uiz.keäz.

Umb Philipp» Iacobi seynd diegröste Wetter.

In dem Monat beginnets früheumb ^.Uhr zu tagen / auff den Abendhalb y.Uhr wird es finster.

Viel Kräuterbad sind der Zeit gut/Artzney und laß / mach ftisches Blut/Meid Zorn/böse Fisch/und Fletsch da-bey/

Isop/ Wermuth machst brauchenfrey.

?2llcr»nischön/ eingutWeinzeichen.

fRömpt die Sonne m

Zwilling.

Der Newe

May.

Schaffen und anstellen ! Tag deß

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Die Zwilling sind ein warm undfeucht Zeichen/doch mässig/und gehö- zrender Lufftzu / und ist darinn gut 4wandern / kauffen und verkauffen/ im 5Fewerarbeiten / Kmder zur Schuld 6thun. 7

Kinder in diesem Zeichen geborn/haben lust zur Wecßhelt/ Kunst um 9Geschicklichkeit/ studieren wol/ lernen'leichtlich rechnen und wol schreiben/

smdschertzhafftig/ kurtziveillg und frölich/ mengen sich gerne in frembde Hän-del/Haben viel Gram / Neyd und Widerwillen von ihren nehesten Freunden/sindgute Lmnehmer/und böse Bezahler: Erwerben viel Geld / aber eö blei-bet nicht lange bey ihnen / verbergen den Zorn / drehen den Mantel nach demWinde.

Donnerts wenn der Mond im Zwilling ist/so bedeuts Verderben deß Korn.

Wenns im Meyen ojft donnert/so folget gern ein fruchtbar Jahr.

Andere sagen/donnertö im Meyen/ so bedeute grosse Winde / undvielGe-treydichs.

In diesem Monat umb diese Zeit gehen früe die der Sonnen aufs/

wenn es nun damalen regnet/so leydet der Wein das Jahr grosse gefahr.

Wenn an dem Tag schön Wetter ist / so hofft man auch em gut Weinjahr /darumb warvor Zeiten S.Urban in grossen Ehren gehalten.^oksa.öokcmuz^monkuz ^corium lik.z.c.is.

AusfS.Urban ists Getreyde weder gerahten noch verdorben.

Der May kühl/der Brachmon naß/

Die füllen Scheunen und Faß.

Frühe vor ^.tagets/auffn Abend umb 5 >.Uhr wirds finster.

Im Ende May blühen die Eicheln.Brüten die Lerchen.

^ilio.d5ur.??or.lczzn.l.zcin 8op!«.

k^lzjus ill 5eric cenec Urkan.in ^»eclc Lrilcao«^sjuzo^us Lrucis sä dculi arciua ticlerz tcsn^ir.

soiia'' ^aniAzc^ue Pliilippus in ur^k-.

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> Im Winter Getreyde zulgrasen/auffhören lasten Phi-!Uppi Iacobi. Pfiantzen ste-cken umb Lruciz.

Führen Lein / HanffundHirsche zu säen Urbani.

Heydekorn säen umb Ur-bani im letzten Viertel / sosonst pfleget es immer zu blü-jhen.

Die Lämmer absetzen/unddie Schaafe deß Tages drey-malzn melcken/anfahen umbPfingsten / oder die Wochenhernacher.

Zu Mist undPferch/brau-chen zu lassen.

Wende kleiden / reissennicht sehr auff / deßgleichenauch Scheun Dennen.

Backofen schlahen / reis-sen nicht auff / deßgleichenauch Scheun Dennen.

Die Schaube Decher de-cke« / und die alten Schän-den in Mist zu strewen.

Hopffen zu stengeln undanzuweisen.

Das Getreyde auff denBoden mit fieiß und offteumbzuwenden / damit e6 ^umb die Blühzeit mchtver

derbe/und schadhafftig werde^

Die Rechnung über die Schaafnöser / so in Winter ge-schlagen/auch die Mehrung vonden Schaasmeistern Wal-purgis einer jeden Art gezehlet/wieder anzunehmen/ und denAbgang zuver^ichnen.

Die 111 vLlirzliz und Rechnunge über das Rind und andere Vieh/wieder zu verzeichnen / beneben der Mehrung undAbgänge.

Den Kuh und Schaafmist auff das gebrauchte Feld zuführen/anzufahen.

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Der ipFettstaub/deß Nlinters Frost/Machen die Ackerleut getrost.

Auch ein schöner lustiger Sommer/iLrfrervee offt erfahrne Männer.

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